CIA-Flugzeuge sollen bereits mehrfach in Deutschland gelandet sein

29. November 2005, 13:06
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Angeblich sieben geheime Zwischenstopps seit 2001 - Eine CIA-Maschine beim Flug über Österreich aufgefallen

Berlin - In Deutschland sollen in den vergangenen Jahren einem Zeitungsbericht zufolge bereits mehrfach CIA-Flugzeuge geheim zwischengelandet sein. So sei am Morgen des 21. Jänner 2003 eine Hercules AC-130 von der Rhein-Main-Airbase in Frankfurt am Main Richtung Aserbaidschan gestartet, berichtet die "Berliner Zeitung" (Dienstagsausgabe). Ob sich an Bord der Maschine, die der CIA-Airline "Tepper Aviation" gehöre, gefangene Terrorverdächtige befanden, sei nicht bekannt.

Überflug mit Draken-Eskorte

Die Maschine war beim Überflug von Österreich aufgefallen. Die von einer zivilen US-Firma angemeldete Transportmaschine vom Typ C 130-"Hercules" war auf dem Flug von Frankfurt nach Baku war verdächtig erschienen, weshalb Priorität "A" ausgelöst und das Flugzeug eskortiert sowie fotografiert wurde. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums handelte es sich um eine "pseudozivile" Maschine, die durch umfangreiche Bestückung mit Antennen auffalle.

Zwei Draken begleiteten die Maschine, die einen zivilen Flug angemeldet hatte, bis zur Grenze. Anschließend hätten die Wiener Behörden offiziell Beschwerde in Washington wegen eines nicht genehmigten militärischen Überflugs eingereicht. Dies wurde jedoch vom österreichischen Außenministerium dementiert (Mehr >>>).

Weitere geheime Zwischenstopps

Maschinen der "Tepper Aviation" legten dem Bericht zufolge zudem zwischen Dezember 2001 und August 2003 fünf weitere Zwischenstopps auf der Frankfurter Rhein-Main-Airbase ein. Laut "Berliner Zeitung" war bisher nur ein getarnter CIA-Flug nach Deutschland bekannt geworden. Am Abend des 17. Februar 2003 sei in Ramstein ein Learjet mit einem kurz zuvor in Mailand von CIA-Agenten gekidnappten islamischen Geistlichen an Bord gelandet. Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken hat deswegen ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Entführung, Freiheitsberaubung und Nötigung eingeleitet. (APA/red)

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    21. Jänner 2003: Einer US-Transportmaschine galt ein Draken-Alarmstart. Die Transportmaschine vom Typ C 130-"Hercules" (oben) auf dem Flug von Frankfurt nach Baku war verdächtig erschienen, weshalb Priorität "A" ausgelöst und das Flugzeug eskortiert und fotografiert wurde. Nach Angaben des Verteidigungs- Ministeriums handelte es sich um eine "pseudozivile Maschine, die durch umfangreiche Bestückung mit Antennen auffiel".

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