Präsidium will die Alternativen erfahren

27. November 2005, 11:35
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Denk-Gruppe unter Druck - Manager Kraetschmer: "Stronach will Austria nicht in Tod stoßen"

Wien - Das Präsidium von FK Austria Magna hat sich am Montagabend mit der neuen Situation nach dem von Frank Stronach angekündigten Rückzug beschäftigt. "Wir waren sehr überrascht über die Kündigung des Vertrages, die uns in eine unerfreuliche Situation gebracht hat", erklärte Manfred Mautner Markhof, der Vorsitzendes des Verwaltungsrates des Vereins. Nun sei es an der Gruppe des Kuratoriumsmitglieds Helmut Denk, zu zeigen, dass sie die versprochenen Sponsor-Millionen aufbringen könne.

In einer Stellungnahme des Präsidiums heißt es, die Alternativszenarien müssten nun von der Gruppe Denk klipp und klar offengelegt werden. Diese würden auf Herz und Nieren geprüft, um sicherzustellen, dass die Austria auch in Zukunft als gesunder Klub weitergeführt werden könne und ein wichtiger Bestandteil des österreichischen Fußballs bleibe.

Sollten sich die Alternativen als nicht geeignet erweisen, "dann wäre das nicht die ganz große Aufregung, denn es blieben noch eineinhalb Jahre Zeit" um vernünftige Szenarien zu finden, bis der Vertrag mit Frank Stronach am 30. Juni 2007 auslaufe, sagte Mautner-Markhof in einem ORF-Interview. "Was uns nach dem Tod von Joschi Walter gelungen ist, werden wir auch in den eineinhalb Jahren schaffen, sollte die Gruppe Denk die Sponsormillionen nicht aufbringen."

Die Teilnehmer an der Sitzung, die Vize-Präsidenten Andreas Rudas und Peter Pelinka, der Vorsitzende des Verwaltungsrats Manfred Mautner Markhof sowie Manager Markus Kraetschmer riefen Funktionäre und Interessenten im Klub auf, in den nächsten Monaten aktiv mitzuhelfen, dass die Austria weiterhin als Spitzenverein fortgeführt werden könne. "Es geht um die Austria und nicht um einzelne Personen", heißt es in der Stellungnahme.

Kraetschmer hatte zuvor ein Gespräch mit Stronach geführt. "Wenn andere der Meinung sind, dass sie etwas besser für den Verein machen können, überlässt er ihnen gerne den Vortritt", gab der Klub-Manager die Worte Stronachs wieder. "Stronach wird sich an alle Verpflichtungen halten, er will die Austria nicht in den Tod stoßen, sondern schuldenfrei zurückstellen", sagte Kraetschmer.(APA)

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