Cheney wirft Kritikern "Revisionismus" vor

29. November 2005, 19:42
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Vorwürfe der Opposition an Präsident Bush "völlig falsch"

Washington - US-Vizepräsident Dick Cheney hat die Kritiker des Irak-Krieges erneut hart angegriffen. Cheney sagte am Montag in einer Rede in Washington, wer den Vorwurf erhebe, die Regierung habe vor dem Krieg gezielt die Geheimdienstinformationen manipuliert, mache sich eines "Revisionismus der korruptesten und schamlosesten Sorte" schuldig.

"Völlig falsch"

Die Mängel in den Geheimdienstdaten seien im Nachhinein mehr als offensichtlich, räumte Cheney mit Blick auf die niemals gefundenen irakischen Massenvernichtungswaffen ein. Doch seien die Vorwürfe, dass diese Daten von US-Präsident George W. Bush "verzerrt, aufgebauscht oder fabriziert" worden seien, "völlig falsch".

Cheney wandte sich außerdem gegen die Forderung nach einem sofortigen Truppenabzug aus dem Irak, wie sie in der vergangenen Woche von dem oppositionellen Abgeordneten John Murtha in einem Parlamentsantrag erhoben worden war. Es sei eine "gefährliche Illusion" zu glauben, dass mit einem Rückzug "der Appetit der Terroristen befriedigt" werden könnte und sie dann die USA in Ruhe lassen würden. Der Vizepräsident war einer der wichtigsten Fürsprecher der Invasion im Irak. Eine Umfrage des Magazins "Newsweek" ergab kürzlich, dass 52 Prozent der US-Bürger meinen, Cheney habe dabei gezielt die Geheimdienstinformationen manipuliert. (APA)

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New York Times: Cheney Sees 'Shameless' Revisionism on War
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