US-Tenor James King 80-jährig verstorben

21. November 2005, 21:25
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Kammersänger und Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper

Wien - Der US-Tenor James King ist gestern, Sonntag, 80-jährig verstorben. Dies teilte die Wiener Staatsoper am Montag in einer Aussendung mit. King, Kammersänger und Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper, wurde in seiner in den 1960ern begonnenen internationalen Sangeskarriere einer der gefragtesten Heldentenöre und sang an allen großen Opernhäusern der Welt.

Biografie

Der am 22. Mai 1925 in Kansas geborene Sänger, der nach seiner Ausbildung den Wechsel vom Bariton- ins Tenorfach unternahm, unterrichtete vorerst Musik an der Universität von Kentucky. 1961 schlug er die Sängerlaufbahn ein. Seine ersten Erfolge feierte er an der Deutschen Oper Berlin als Bacchus ("Ariadne auf Naxos") und Don José ("Carmen"). An der Wiener Staatsoper debütierte er 1963, in Folge sang er dort an 366 Abenden in 23 verschiedene Partien. Zuletzt war er 1992 als Florestan im Haus am Ring zu sehen.

1965 debütierte King, der während seiner Karriere besonders im Wagner- und Richard Strauss-Fach brillierte, triumphal als Siegmund ("Die Walküre") bei den Bayreuther Festspielen, wo er bis 1975 regelmäßig zu hören war. Seine internationale Karriere führte ihn an alle großen Opernhäuser der Welt, wie an die Metropolitan Opera New York, an die Mailänder Scala, zu den Salzburger und Bayreuther Festspielen, an das Royal Opera House Covent Garden sowie an die Staatsopern in München und Hamburg.

In Wien sang er u. a. den Florestan ("Fidelio"), Lohengrin, Erik ("Der fliegende Holländer"), Stolzing ("Die Meistersinger von Nürnberg"), Parsifal, Siegmund ("Die Walküre"), Kaiser ("Die Frau ohne Schatten"), Apollo ("Daphne"), Max ("Der Freischütz"), Canio ("Pagliacci"), Cavaradossi ("Tosca"), Manrico ("Il trovatore") sowie Don José ("Carmen"), teilte die Staatsoper mit.

1995 nahm er seinen Bühnenabschied als Otello in Wiesbaden. Anlässlich seines 75. Geburtstages erschien im Jahr 2000 die Biografie "Jetzt sollt ihr mich befragen" (Henschel). (APA)

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