Eritrea: UNO weist Angehörige von Mitarbeitern zum Verlassen des Landes an

24. November 2005, 20:48
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Gefahr eines neuen Krieges mit Äthiopien wächst

Asmara - Angesichts der wachsenden Gefahr eines Krieges zwischen Eritrea und Äthiopien haben die Vereinten Nationen die Angehörigen ihrer Mitarbeiter zum Verlassen von Eritrea angewiesen. Fast im gesamten Land sei die Sicherheitslage in die Kategorie drei eingestuft worden, teilte die UNO am Montag mit. Daraus folgt, dass Ehegatten und Kinder von Mitarbeitern das ostafrikanische Land verlassen müssen.

In der Region Gash Barka gelte sogar Sicherheitsstufe vier. Dort dürfen UNO-Mitarbeiter nur noch Nothilfe leisten. Bei der höchsten UNO-Sicherheitsstufe fünf muss das gesamte Personal der Vereinten Nationen ein Land verlassen.

Truppenbewegungen

Die UNO-Mission für Äthiopien und Eritrea (UNMEE) hatte in der vergangenen Woche verstärkte Truppenbewegungen an der Grenze zwischen den beiden Staaten gemeldet. Die beiden Länder führten bereits von 1998 bis 2000 einen Krieg um den Grenzverlauf. Dabei wurden etwa 80.000 Menschen getötet.

Die UNMEE hat derzeit rund 3300 Soldaten entlang der Grenze stationiert, die die Einhaltung eines 2000 geschlossenen Friedensvertrags überwachen sollen. Seit Anfang des Jahres haben sich die Spannungen entlang der rund tausend Kilometer langen Grenze durch Zwischenfälle und Truppenaufmärsche stetig verschärft. (APA)

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