Bald Tempo 100 auf Teilabschnitt der Rheintalautobahn

23. November 2005, 08:29
posten

Temporeduktion ab 30. November ist Teil eines Maßnahmenpakets gegen die Feinstaubbelastung

Dornbirn - Die Höchstgeschwindigkeit auf der Rheintalautobahn A14 wird im Bereich Dornbirn ab 30. November für drei Monate auf 100 km/h reduziert. Das gab der Vorarlberger Umwelt-Landesrat Erich Schwärzler (V) am Montagabend bei einer Pressekonferenz in Dornbirn bekannt. Die Temporeduktion ist Teil eines Maßnahmenpakets gegen die Feinstaubbelastung in der Messestadt.

Ursprünglich war die Geschwindigkeitsreduktion auf dem rund sechs Kilometer langen Abschnitt zwischen den Auf- bzw. Abfahrten Dornbirn-Nord und Dornbirn-Süd bereits für 1. November angekündigt gewesen. Die Verzögerung begründete Schwärzler mit der notwendigen Nachrüstung technischer Geräte zur Messung der Feinstaubbelastung.

Peter Sturm von der TU Graz bezeichnete die Geschwindigkeitsreduktion als "geeignete, aber sicher nicht alleinige Maßnahme" gegen die Feinstaubbelastung. Der Trend zeige im Allgemeinen, dass durch das niedrigere Tempo die Feinstaubbelastung abnehme. Um wie viel sich der Feinstaub reduzieren lasse, hänge freilich von mehreren Faktoren ab. Im Bereich Hallein seien es zwischen acht und zehn Prozent, in Graz weniger.

Auf Spekulationen, wonach sich das Land für eine dauerhafte Tempobeschränkung im Bereich Dornbirn einsetzen könnte, wollte sich Schwärzler am Montag nicht einlassen. "Wir warten die Ergebnisse ab, dann sehen wir weiter", so der Landesrat. Dornbirns Bürgermeister Wolfgang Rümmele zeigte sich offen gegenüber einer immerwährenden Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern. "Aus heutiger Sicht würden wir diesen Antrag stellen", so Rümmele, der neben der Feinstaubbelastung auch auf die erhöhte Sicherheit und die geringere Lärmbelästigung bei herabgesetzter Geschwindigkeit verwies.

Die Tempo-Reduktion ist Teil eines zwölf Punkte umfassenden Maßnahmenkatalogs für die Stadt Dornbirn. Anhand eines ein Jahr dauernden Pilotprojekts von Land Vorarlberg in enger Zusammenarbeit mit der TU Graz wird die Wirksamkeit des Maßnahmenpakets evaluiert. Das Pilotprojekt soll neben Informationen über die jahreszeitlich wechselnde Belastungssituation auch konkretere Aussagen zur Entstehung der Feinstaubbelastung und der wesentlichen Verursacher liefern. (APA)

Share if you care.