Rauch-Kallat kritisiert Hauptverbandsgage

25. November 2005, 20:09
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Kandlhofer verteidigt Doppelfunktion

Wien - Das letzte Wort in Sachen Doppelgage im Hauptverband der Sozialversicherungsträger ist offenbar noch nicht gesprochen. Denn am Montag meldete sich Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (VP) zur Causa Volker Schörghofer zu Wort.

Nach Bekanntwerden der mit rund 160.000 Euro im Jahr dotierten Doppelfunktion des im Hauptverband für die Implementierung der E-Card und auch für die technische Geschäftsführung der Chipkarten-Betriebsgesellschaft zuständigen Managers wies die Ministerin darauf hin, dass Schörghofers Vertrag noch nicht auf der Tagesordnung in der Sozialversicherung gestanden und daher auch noch nicht beschlossen worden sei. Darum, so Rauch-Kallat, habe es auch noch keine Möglichkeit gegeben, den Vertrag zu beeinspruchen. Dienstverträge fielen unter allgemeine Angelegenheiten der Sozialversicherung, daher in den Zuständigkeitsbereich von Sozialministerin Ursula Haubner (BZÖ), die am Montag keine Stellung nehmen wollte.

Hauptverbands-Generaldirektor Josef Kandlhofer hatte Schörghofers Doppelvertrag am frühen Nachmittag als "korrekt und richtig" verteidigt. Die Trägerkonferenz habe das Gehalt für den IT-Bereich als angemessen erachtet. BZÖ-Chef Jörg Haider forderte von Rauch-Kallat "lückenlose Aufklärung". (APA, red/DER STANDARD, Printausgabe, 22.11.2005)

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