Kanada lässt Pädophile nach Gefängnis beschatten

23. November 2005, 08:31
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Als "extrem gefährlich" eingestufter Kinderschänder als Präzedenzfall

Vancouver/New York - Die Justiz in der kanadischen Provinz British Columbia lässt Kinderschänder jetzt nach ihrer Entlassung aus der Haft auf Schritt und Tritt beschatten. Mit dieser bisher noch experimentellen Maßnahme soll verhindert werden, dass Pädophile wieder straffällig werden, bevor sie in die Gesellschaft reintegriert werden konnten, berichtete die Zeitung "Globe and Mail" am Montag.

Als Präzedenzfall gilt ein als "extrem gefährlich" eingestufter Kinderschänder, Shaun Deacon, der fast sein ganzes Leben hinter Gittern verbracht hat. Er war vor etwa einem Jahr mit strikten Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden.

Jetzt lebt er in einer halb offenen Einrichtung und darf zehn Jahre lang nur unter Aufsicht das Haus verlassen. Außerdem muss er Tabletten einnehmen, die seinen Sexualdrang unterdrücken - und darf nicht mit Kindern in Kontakt kommen. "Ich glaube, so etwas hat es bisher noch nicht gegeben", sagte der Leiter der Einrichtung in Kelowna (British Columbia), Bob Ens. (APA/dpa)

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