Engagement im Zeitraffer

15. Oktober 2006, 19:07
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Chronologie des Engagement von Frank Stronach und seinem Magna-Konzern beim österreichischen Fußball-Bundesligisten Austria Wien, dessen Ende am Montag angekündigt worden ist:

1. August 1998:
Frank Stronach stellt sich als Mäzen der Wiener Austria mit einem Scheck über 10 Millionen Schilling, der für das Engagement von Michael Wagner verwendet wird, ein.

14. Februar 1999:
Der Austro-Kanadier wird in Graz mit 65 von 80 möglichen Stimmen zum neuen Präsidenten der österreichischen Fußball-Bundesliga gewählt und 2002 einstimmig im Amt bestätigt. Es folgen bis 2005 Diskussionen über die Unvereinbarkeit mit seiner Funktion als Investor bei der Austria.

13. Oktober 1999:
Austria trifft mit Stronachs Magna-Konzern eine Grundsatzvereinbarung, die dem Verein 40 Millionen Schilling pro Jahr garantiert.

2. Februar 2000:
Rückwirkend mit 1. Jänner 2000 schließt Austria mit der Magna Entertainment Corporation (MEC) einen Betriebsführungsvertrag, der als wesentlichsten Punkt die Übernahme des Managements der Kampfmannschaft beinhaltet.

27. April 2000:
Austria gibt die Trennung von Galionsfigur Herbert Prohaska bekannt und setzt einen Monat später Heinz Hochhauser als Trainer ein.

19. Oktober 2000:
In Hollabrunn wird die Frank Stronach Akademie (FSA) zur Förderung des heimischen Nachwuchses eröffnet.

1. Dezember 2000:
Stronach macht Arie Haan zum Austria-Sportdirektor. Der Niederländer ist damit Nachfolger des eine Woche zuvor zurückgetretenen Friedl Koncilia und ab 12. März des Folgejahres auch Austria-Trainer.

12. August 2001:
Haan wird von Stronach nach einem 2:1-Sieg im Derby gegen Rapid beurlaubt. Ihm folgen das Duo Hörmann/Pfeffer und Didi Constantini, ehe im Juni 2002 Walter Schachner eingesetzt wird.

August 2002:
Stronach stellt den Bau einer multifunktionalen Fußball-Arena für die Austria in einem Wiener Vorort in Aussicht. Geplante Fertigstellung: 2005.

4. Oktober 2002:
Schachner wird von Stronach überraschend beurlaubt, um dem Deutschen Christoph Daum Platz zu machen. Austria-Fans reagieren mit Protesten.

27. April 2003:
Die Austria holt sich zum ersten und einzigen Mal in der "Ära Stronach" den österreichischen Meistertitel und wird im Monat danach auch Cupsieger. Daum wechselt als Double-Gewinner zu Fenerbahce Istanbul.

27. Mai 2003:
Peter Svetits lässt sich als Austria-Sportdirektor beurlauben, nachdem ihm Stronach Günter Kronsteiner zur Seite gestellt hatte. Kronsteiner wird im Folgejahr mit Lars Söndergard als Spartentrainer auch Trainer-Nachfolger von Joachim Löw.

15. August 2004:
Stronach setzt Otto Baric als persönlichen Berater bei Austria Wien ein.

23. Dezember 2004:
Austria-Legende Toni Polster kehrt als Generalmanager zu den Wienern zurück, wird bereits am 1. Juni wieder entlassen. Die Trennung hat einen Rechtsstreit zur Folge.

6. Mai 2005:
Peter Stöger und Frenkie Schinkels werden von Stronach als sportliches Führungsduo bei Austria eingesetzt.

11. November 2005:
Mehrere Austria-Mitglieder bringen zwei Wochen vor der Generalversammlung des Vereins am 24. November einen "Misstrauensantrag" gegen das Präsidium ein.

21. November 2005:
Stronach steigt mit seinem Magna-Konzern bei der Austria aus. Der zwischen dem Verein und Stronachs Sport Management International (SMI) abgeschlossene Betriebsführungsvertrag soll so rasch wie möglich aufgelöst werden.

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