Einkaufen im Internet wird in Deutschland zur Selbstverständlichkeit

29. November 2005, 12:57
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Digitales Fernsehen soll TV-Gerät zum Einkaufstempel machen

Zehn Jahre nach dem Start des elektronischen Versandhandels in Deutschland steuert das Online-Shopping auf einen neuen Umsatzrekord zu. Internet-Händler setzen in diesem Jahr voraussichtlich 6,1 Mrd. Euro um, teilte der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) am Montag in Düsseldorf mit. Dies sind gut 24 Prozent mehr als im Vorjahr. Einschließlich der Umsätze von Händlern beim Online-Auktionshaus Ebay dürfte demnach der Umsatz sogar auf 8,6 Mrd. Euro steigen. Zugleich wird die Zahl der Online-Käufer voraussichtlich auf knapp 25 Mio. steigen und sich damit im Vergleich zum Jahr 2000 verfünffachen.

"Online-Shopping gehört endgültig zum Alltag und begeistert mehr und mehr Konsumenten", sagte der Vorsitzende des bvh-Ausschusses E-Commerce, Thomas Lipke. In diesem Jahr kaufte demnach bereits die Hälfte der Bevölkerung zwischen 14 und 64 Jahren im Internet ein - vor fünf Jahren nutzten lediglich zehn Prozent dieser Gruppe das weltweite Netz für ihre Einkäufe. Der Anteil des Internets am Umsatz des gesamten Versandhandels in Höhe von rund 20 Mrd. Euro beträgt mittlerweile rund 30 Prozent.

Online-Käufer schätzen laut einer Umfrage des Verbandes vor allem die große Auswahl beim E-Commerce. Als weitere Vorteile wurden die Möglichkeit von Preisvergleichen sowie der bequeme Einkauf am heimischen PC genannt. "Gerade im angelaufenen Weihnachtsgeschäft wissen die Kunden dies zu schätzen", sagte Lipke.

Der Branchenverband recht nach eigenen Angaben damit, dass bis zum Jahr 2010 rund die Hälfte des gesamten Versandhandelsvolumens online erzielt wird. Große Potenziale misst der bvh zudem der Weiterentwicklung des so genannten T-Commerce bei. Dabei soll es TV-Zuschauern künftig möglich sein, über einen digitalen Rückkanal per Fernbedienung Waren direkt über das Fernsehen zu bestellen. (APA)

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