Stronachs Stellungnahme

15. Oktober 2006, 19:07
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Es gibt zur Zeit in- und außerhalb des Vereins große Unruhen und viele verschiedene Meinungen darüber, wie und von wem der FK Austria Wien geführt werden soll.

Eine solche Situation ist für die Zukunft eines Vereins nicht gut.

Weil mir die Zukunft des FK Austria Wien wichtig ist, möchte ich daher bekannt geben, daß ich den Betriebsführungsvertrag zwischen SMI (Sport Management International) und dem FK Austria Wien auflösen werde. Die Auflösung wird zum frühest möglichen, vertraglich geregelten Zeitpunkt erfolgen, da ich selbstverständlich alle vertraglichen Vereinbarungen einhalte. Sollte sich jedoch eine Gruppe finden, die bereit ist, die Führung des FK Austria Wien sofort mit allen wirtschaftlichen und sportlichen Verantwortungen zu übernehmen, bin ich gerne bereit, diesem Wunsch zu entsprechen.

Ich darf festhalten, dass ich den Verein mit sehr hohen Schulden übernommen habe und dass ich ihn gemäß des Betriebsführungsvertrages finanziell ordnungsgemäß übergeben werde. Dies ist mir sehr wichtig, weil damit die Basis für eine gute Zukunft gewährleistet ist. Ich hoffe, dass nun interessierte Gruppen herantreten werden, die öffentlich Farbe bekennen und bereit sind, die wirtschaftliche und sportliche Verantwortung für den FK Austria Wien zu übernehmen.

Mein Engagement bei der Frank Stronach Fußball-Nachwuchsakademie werde ich selbstverständlich weiter fortsetzen. Die Nachwuchsakademie ist mir nicht nur ein großes Anliegen, sie war immer schon der zentrale Kern meines Engagements im österreichischen Fußball, weil die gezielte Ausbildung und Förderung von Nachwuchsspielern für die Zukunft des österreichischen Fußballs entscheidend ist. Die Arbeit in der Nachwuchsakademie wird international hoch anerkannt und trägt schon viele Früchte in Form von gut ausgebildeten, hoch talentierten Nachwuchsfußballern, die in verschiedenen Vereinen und den Nationalmannschaften des ÖFB wichtige Leistungsträger sind. Diesen erfolgreichen Weg werde ich weiter gehen. Da wir für die Förderung der jungen Talente einen Trägerverein brauchen, um ihnen Spielpraxis in einer Kampfmannschaft zu ermöglichen, kann ich mir vorstellen, die Amateurmannschaft des FK Austria Wien unter bestimmten Voraussetzungen weiter zu führen.

Ich hoffe, dass durch diese Entscheidung beim FK Austria Wien und in dessen Umfeld wieder Ruhe einkehrt. Ich wünsche dem FK Austria Wien für die Zukunft wirtschaftlich und sportlich alles Gute und viel Erfolg.

Oberwaltersdorf, 21. November 2005

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