Erste VP-Attacke gegen steirischen SP-Kulturreferent

27. November 2005, 17:19
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Flecker will "Idomeneo" 2007 nicht extra fördern - Für VP-Klubchef Drexler "Kulturpolitik der verbrannten Erde"

Graz - Ein erstes Kräftemessen gibt es in der Steiermark auf dem mit LHStv. Kurt Flecker (S) als zuständigen Referenten ins Blickfeld geratenen Terrain der Kulturpolitik. Fleckers Ankündigung, das für 2007 geplante "styriarte"-Projekt "Idomeneo" unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt nicht extra finanzieren zu wollen, erregt VP-Kultursprecher Klubobmann Christopher Drexler. Flecker betreibe "Kulturpolitik der verbrannten Erde", so Drexler in einer Aussendung.

"Flecker streicht plötzlich Zusagen seiner Vorgänger und vertreibt somit die besten kulturellen Köpfe aus der Steiermark. Das ist eine Unkultur", zeigt sich Drexler verärgert. Stardirigent Nikolaus Harnoncourt zähle zu den bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten des Landes und man könne sich glücklich schätzen, dass er auch in der Steiermark arbeite: "Diese Solidarität und dieser Wille seien aber durch die vielen unüberlegten Aussagen des neuen Kulturverantwortlichen sehr strapaziert", so Drexler, der bei Flecker "leider nach wie vor ein gehöriges Maß an überschüssiger destruktiver Energie" ortet.

Kulturlandesrat Kurt Flecker hatte in der Vorwoche erklärt, die "styriarte" sei zwar ungefährdet, Sonderprojekte dürften sich aber nicht "verewigen". An die Zusage seiner Vorgängerin Ex-Landeshauptfrau Waltraud Klansic (V) über 700.000 Euro Sonderförderung sieht Flecker sich nicht gebunden. (APA)

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