Übernahme der ProSiebenSat1-Gruppe: Springer lenkt im Kartellstreit ein

21. November 2005, 13:43
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Verkauf von einigen Geschäften angeboten - Es sei auch möglich, dass sich Springer von Programmzeitschriften trennt

Springer plant im Kartellrechtsverfahren um die Übernahme der ProSiebenSat1-Gruppe Zugeständnisse. Laut Financial Times Deutschland (FTD) soll Springer der Bundeskartellbehörde anbieten, einige Geschäfte zu verkaufen. Betroffen sein könnte die Beteiligung an dem Tiefdruckunternehmen Prinovis und an Radiosendern. Wenn die Behörde die Fusion trotz dieser Zugeständnisse verhindern will, sei es möglich, dass sich Springer auch von Programmzeitschriften trennt.

Springer wurde am Freitag vergangener Woche von der Kartellbehörde informiert, dass die Voraussetzungen erfüllt seien, um die Übernahme zu verhindern. Bis 8. Dezember hat Springer nun Zeit für eine Stellungnahme. In der Regel werden nach Zwischenberichten der Behörde Zugeständnisse gemacht. Wenn die Fusion dennoch untersagt wird, hofft Springer-Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner laut FTD auf eine Sondererlaubnis des designierten Wirtschaftsministers Michael Glos.

Das Bundeskartellamt befürchtet, dass sich eine Fusion negativ auf den Fernsehmarkt auswirken könnte, da sich mit Springer/ProSiebenSat1 und Bertelsmann zwei nahezu gleich große Konzerne gegenüberstehen würden. Auch die Stellung der Bildzeitung löst Bedenken aus, da die Macht des Boulevardblattes laut Behörde durch eine Zusammenarbeit mit TV-Sendern am Leser- und Anzeigenmarkt wachsen könnte. pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=051119012 (pte)

Nachlese

pringer: Kartellamt hat Bedenken gegen ProSiebenSat.1-Kauf - Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen lägen Voraussetzungen für Untersagung des Zusammenschlusses vor

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