US-Fernsehen immer blutiger

25. November 2005, 12:37
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63 Leichen in einer Woche zu sehen

Im amerikanischen Fernsehen wird zur Hauptsendezeit immer mehr Gewalt ausgestrahlt. Dies geht aus einer Untersuchung der Elternorganisation PTC (Parents Television Council) in Zusammenarbeit mit der Nachrichtenagentur AP hervor. Demnach waren in der letzten Septemberwoche in den sechs großen US-Sendern insgesamt 63 Leichen zu sehen. Vor einem Jahr waren es in der gleichen Woche noch 27 Leichen.

Es gehe im Fernsehen allein darum, die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu gewinnen, erklärte der Medienexperte Martin Kaplan von der University of South California. Seit der Urzeit drehe sich beim Menschen fast alles um Angst, Sex und den Reiz des Neuen. Die größte Gefahr bestehe in der Wirkung auf Kinder, warnte Whitney Vanderwerff von der Nationalen Allianz für Gewaltfreie Programme. Die Erwachsenen seien inzwischen so an die Gewalt im Fernsehen gewöhnt, dass sie sie gar nicht mehr wahrnähmen. "Bei Kindern ist das anders", fügt sie hinzu. (APA/AP)

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