EdF-Aktie schloss bei Börsendebüt auf Ausgabekurs von 32 Euro

29. November 2005, 12:44
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Keine Zeichnungsgewinne für Privatanleger am Tag der Erstnotiz

Paris - Am ersten Tag seiner Börseneinführung in Paris hat der französische Energiekonzern Electricite de France (EdF) mit 32 Euro gerade das Niveau seines Ausgabepreises für Privatanleger halten können. Bezogen auf den Ausgabepreis für institutionelle Investoren war der Aktienkurs dagegen rückläufig.

Das nicht gerade brillante Börsendebüt steht im Gegensatz zu dem der EdF-Schwester Gaz de France (GdF), die im vergangenen Sommer am Einführungstag an der Börse 23 Prozent dazu gewonnen hatte und deren Aktienkurs noch heute etwa 9 Prozent über dem Ausgabepreis liegt.

Analysten waren sich am Montag darin einig, dass die EdF-Aktie kurzfristig keinen Mehrwert erzeugen werde, weil Finanzminister Thierry Breton den Ausgabepreis zu hoch angesetzt habe.

Intervention

So war am Tag der ersten Börsennotierung eine Intervention der Banken notwendig, um einen Einbruch des Aktienkurses zu verhindern. Vor der EdF-Börsenotierung um 12 Uhr waren am "grauen Markt" durch massive Verkaufsaufträge privater Kleinsparer Wertverluste von bis zu 20 Prozent registriert worden.

Langfristig stellen Analysten allerdings eine bedeutende Aufwertung der EdF, die in den Börsenindex CAC 40 Eingang finden wird, in Aussicht. Dies hänge mit der Unabhängigkeit ihres Wertes vom Ölkurs und mit bedeutenden Möglichkeiten zur Rentabilitätsverbesserung zusammen, heißt es. (APA)

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