"Wilde Hilde" gibt's nicht mehr

2. Dezember 2005, 15:40
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Rücktritt von Hilde Gerg - Schwere Knieverletzung ließ Traum auf Olympiagold platzen - "Hat keinen Zweck mehr"

Hamburg - Der deutsche Ski-Star Hilde Gerg hat den Traum von einer weiteren olympischen Goldmedaille endgültig aufgegeben. Die 30-Jährige aus Lenggries, die sich im Training in den USA zu Wochenmitte eine schwere Knieverletzung zugezogen hat, will an diesem Montag in München ihren sofortigen Rücktritt bekannt geben. "Ich bin sehr frustriert. Aber es hat keinen Zweck mehr", sagte die Slalom-Olympiasiegerin von Nagano 1998 der "Bild-Zeitung" (Montag-Ausgabe).

Ein Tiefschlag

Die bittere Diagnose nach dem Sturz in Copper Mountain lautete: Meniskuseinriss, Einriss des hinteren Kreuzbandes, schwere Stauchung des rechten Unterschenkels. "Das ist schon ein Tiefschlag. Ich war in guter Form", hatte sie nach dem Missgeschick im Super-G-Training gesagt. Es war nicht ihre erste schwere Verletzung: Im Dezember 2002 erlitt sie bei der Abfahrt im kanadischen Lake Louise einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie. Doch damals kehrte sie ohne Operation nach rekordverdächtigen 14 Tagen wieder in den Weltcup zurück. Bereits im Jahr 2000 hatte sie sich nach einem Wadenbeinbruch wieder in die Weltspitze zurückgekämpft.

Drei Mal war Hilde Gerg bei Olympia und erlebte dabei alle Höhen und Tiefen. 1994 in Lillehammer schnupperte sie als 18-Jährige rein. 1998 folgte in Nagano der überraschende Sieg im Slalom und Bronze in der Kombination. Mit den Plätzen vier (Abfahrt) und fünf (Super-G) folgte vier Jahre später in Salt Lake City für die große Gold-Favoritin die wohl größte Enttäuschung ihrer Karriere. (APA/dpa)

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    Hilde Gerg wird im Skisport keine Sieger-Interviews mehr geben.

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