UBS-Chef erwartet weitere Bankenfusionen

29. November 2005, 14:17
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Ospel sieht vor allem im Privatkundengeschäft Überkapazitäten

Düsseldorf - Der Verwaltungsratspräsident der größten Schweizer Bank UBS, Marcel Ospel, erwartet weitere grenzüberschreitende Bankenfusionen in Europa. "Alles spricht dafür, dass die Konsolidierung der Branche weitergeht", sagte Ospel gegenüber dem "Handelsblatt". "Der Druck ist grundsätzlich da."

Es gebe Überkapazitäten vor allem im Privatkundengeschäft. Eine Fusion in der Größenordnung der Übernahme der HypoVereinsbank, der Mutter der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), durch die italienische Unicredit hänge allerdings auch davon ab, "ob die Banken genügend Cash-flow erwirtschaften, um solche Transaktionen zu finanzieren".

Größere Zukäufe der UBS im Segment Investmentbanking schloss Ospel aus. Die UBS wolle ihr Ziel, die Nummer Eins im Investmentbanking zu werden, vor allem auf organischem Weg erreichen. "Große Transaktionen arten leicht in Blutbäder aus und ergeben aus Sicht der Aktionäre keinen Sinn." (APA/dpa)

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