GAK zähmt Salzburger Bullen

14. Dezember 2005, 12:23
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Die Roten Teufel aus Graz besiegten den Tabellenführer Red Bull verdient mit 3:1 - Erster Treffer von Junuzovic in der Bundesliga

Graz - Der österreichische Fußball-Vizemeister GAK hat am Sonntag das Spitzenspiel der 19. T-Mobile-Bundesliga-Runde gegen Red Bull Salzburg mit 3:1 (2:1) für sich entschieden und damit seine eindrucksvolle Meisterschafts-Heimserie prolongiert. Die Grazer blieben auch im 18. Liga-Heimspiel in Folge ungeschlagen. Die Salzburger, die zuvor acht der jüngsten neun Partien gewonnen hatten, behaupteten aber die Tabellenführung gegenüber der Austria, da sie bei gleicher Tordifferenz um vier Tore mehr auf dem Konto haben.

Absolutes Spitzenspiel

Vor mehr als 11.000 Zuschauern im Schwarzenegger-Stadion entwickelte sich von Beginn an ein abwechslungsreiches Spiel. Salzburgs Solo-Spitze Mayrleb (10.) verlängerte einen Eckball von Kirchler mit dem Unterarm, Amerhauser rettete für den GAK auf der Linie. Das 18-jährige GAK-Talent Junuzovic (16./20-Meter-Schuss knapp drüber) und Red Bull-Routinier Schopp (22./Volley aus 19 Metern von Schranz pariert) sorgten auf beiden Seiten für Torgefahr. Der bosnische Team-Stürmer Skoro (27.), der von GAK-Coach Walter Schachner an Stelle von Kollmann in die Starformation gestellt wurde, setzte sich im Strafraum gegen Knavs durch, sein Querpass fand aber keinen Abnehmer.

Aus einer Kombination von Jezek, Mayrleb und Schopp resultierte die bis dahin größte Chance der Partie. An alter Wirkungsstätte verfehlte Ex-Sturm-Akteur Schopp (29.) das Tor aus kurzer Distanz aber um Zentimeter. Der groß aufspielende Junuzovic (35.) brachte die Grazer dann in Führung. Nach einem Eckball von Amerhauser scheiterte Skoro aus kurzer Distanz an Arzberger, den Abpraller drückte der GAK-Eigenbauspieler zu seinem ersten Bundesliga-Tor ins linke Kreuzeck. Die alles andere als geschockten Gäste glichen drei Minuten später durch ein Kopfballtor des Ex-GAK-Profis Aufhauser (38.), der erstmals in Graz gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber antrat, aus. Winklhofer hatte mit einer gefühlvollen Flanke die Vorarbeit geleistet.

GAK nach Seitenwechsel klar stärker

Nur eine Minute später (39.) schlug wieder die Schachner-Elf zu. Muratovic setzte Bazina mit einem weiten Pass ideal in Szene, der kroatische Stürmer traf vor den Augen seines Teamchefs Zlatko Kranjcar zwischen die Beine von Arzberger zum 2:1. Nach dem Seitenwechsel erwiesen sich die Grazer erneut als die effektivere Mannschaft. Schrott (54.) erhöhte nach einem aufgesetzten Freistoß von Bazina mit seinem ersten Tor für den GAK per Kopf auf 3:1. Salzburg-Trainer Kurt Jara brachte mit Zickler (55. für Jezek) und Mair (70. für Carboni) noch zwei Offensivkräfte, die erste Heimniederlage des GAK seit dem 28. November 2004 (1:2 gegen Pasching) und den ersten Salzburg-Sieg bei der Schachner-Truppe seit dem 10. August 2002 (1:0) konnten aber auch sie nicht mehr herbeiführen.

In der Schlussphase verlängerte Arzberger einen Standfest-Volley (78.) an die Querlatte und verhinderte somit den Verlust der Tabellenführung, der eingewechselte Mair (87.) erhielt nach einem groben Foul an Muratovic noch die Rote Karte. (APA)

  • Liebherr GAK - Red Bull Salzburg 3:1 (2:1)
    Arnold Schwarzenegger-Stadion, 11.142, SR Plautz.

    Torfolge: 1:0 (35.) Junuzovic, 1:1 (38.) Aufhauser, 2:1 (39.) Bazina, 3:1 (54.) Schrott

    GAK: Schranz - Plassnegger, Sonnleitner, Majstorovic, Schrott - Standfest, Muratovic, Junuzovic (89. Bleidelis), Amerhauser (93. Kujabi) - Bazina, Skoro (85. Kollmann)

    Salzburg: Arzberger - Winklhofer, Knavs, Linke, Pichorner - Schopp, Carboni (70. Mair), Kirchler, Aufhauser, Jezek (55. Zickler) - Mayrleb

    Rote Karte: Mair (87./Salzburg/grobes Foulspiel)
    Gelbe Karten: Majstorovic, Junuzovic, Kollmann bzw. Kirchler, Linke, Winklhofer, Schopp

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Zlatko Junuzovic erzielte seinen ersten Bundesliga-Treffer.

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