Firmen in Ostdeutschland wachsen kräftig und bauen Personal ab

29. November 2005, 12:47
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Gesamtumsatz der "Top 100" um 11,8 Prozent gestiegen

Berlin - Die 100 größten Unternehmen Ostdeutschlands sind einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" (Montag-Ausgabe) zufolge im vergangenen Jahr so stark wie seit Jahren nicht mehr gewachsen. Wie das Ranking "Top 100 des Ostens" der Zeitung belege, sei der Gesamtumsatz um 11,8 Prozent auf 72,2 Milliarden Euro gestiegen. Zuletzt sei im Jahr 2000 eine höhere Dynamik erreicht worden, als die Umsätze auf dem Höhepunkt der New Economy um 15,8 Prozent zulegten.

Trotz des Wachstums hätten die wichtigsten Adressen der ostdeutschen Wirtschaft erstmals seit sechs Jahren wieder Personal abgebaut. Die Zahl der Beschäftigten ging 2004 gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent auf rund 203.100 Mitarbeiter zurück. Da die Großunternehmen in den neuen deutschen Bundesländern ihre Umsätze kräftig gesteigert und gleichzeitig die Belegschaften moderat reduziert hätten, seien die Umsätze je Mitarbeiter erheblich gestiegen. "Die Betriebe werden damit zukunftsfähiger, mitunter ist das für die Menschen eine schlechte Nachricht", sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) gegenüber der Zeitung.

Größter Konzern im Osten Deutschlands ist der Energieversorger Vattenfall mit 10,7 Milliarden Euro Umsatz, gefolgt von Volkswagen Sachsen (3,5 Mrd. Euro) und der Verbundnetz Gas AG (3,3 Mrd. Euro). (APA/dpa)

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