Starke Sicherheitsbedenken bei Volvo Ocean Race

24. November 2005, 11:01
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Kielprobleme bei aus­gefallenen Booten lösten Diskussionen um die Sicherheit der Hochsee-Regatta-Flotte aus

Hamburg - Das Hochsee-Segelrennen Volvo Ocean Race bestätigt seinen Ruf als gefährlichste Teamregatta rund um die Welt. Nach der ersten Woche der über 6400 Seemeilen führenden ersten Etappe von Vigo/Spanien nach Kapstadt/Südafrika sind nur noch fünf der sieben teilnehmenden Yachten im Rennen. Die favorisierten "Movistar" (Spanien) und "Black Pearl" (USA) müssen nach schweren Kielproblemen pausieren und werden in der kommenden Woche nach Kapstadt geflogen.

Während die ebenfalls beschädigte australische "Sunergy & Friends" nach einem Reparaturstopp die Verfolgung des verbliebenen Quartetts unter Führung der holländischen "ABN Amro One" wieder aufgenommen hat, lösten die Kielprobleme der ausgefallenen Boote Diskussionen um die Sicherheit der Flotte aus. Die neuen größeren Yachten vom Typ VO 70 segeln mit innovativen, jedoch erst seit rund einem Dreivierteljahr getesteten Schwenkkielen.

Paul Cayard (USA), Sieger im Rennen um die Welt von 1997/98 und Skipper der "Black Pearl" berichtete, dass seine Yacht nur knapp dem Untergang entkommen war. Der Wachhabende hatte in einer Nacht bei der Kontrolle der Kielaufhängung entdeckt, dass die wasserdichte Box unter dem unerwarteten Druck beinahe zerborsten wäre. "Es war wie ein Dampfkocher. Wenn das Ding geplatzt wäre, wären wir ganz sicher binnen Minuten gesunken", sagte Cayard.

Entgegen der üblichen Geheimhaltung hat Cayard aus Sicherheitsgründen die anderen Teams per E-Mail über die Schäden im Detail informiert. (APA/dpa)

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