Serum-Engpass beseitigt

28. November 2005, 17:40
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Grippeimpfungen gehen diese Woche weiter - Frankreich half mit 100.000 Dosen aus - Keine Lieferung von Tamiflu

Wien - In Österreich werden diese Woche wieder die Grippeimpfungen aufgenommen, nachdem Anfang November der Influenza-Impfstoff wegen der erhöhten Nachfrage ausgegangen war. 100.000 Dosen des Serums seien aus Frankreich geliefert worden, berichtete das ORF-Radio Ö3 in der Nacht auf Sonntag. Die EU-Staaten bestellen den Impfstoff einzeln, tauschen ihn dann aber je nach Nachfrage untereinander aus, um Engpässe oder Überschüsse auszugleichen.

In Wien werde die Impfaktion bereits am Montag fortgesetzt, allerdings nur für Personen, die älter als 65 Jahre sind. Das Serum sei nämlich vor allem für diese Menschen geeignet, hieß es laut Ö3 im dem Wiener Gesundheitsamt. Die anderen Bundesländer sollen ihre Impfaktionen in den kommenden Tagen wieder aufnehmen.

Engpass durch Hysterie

Der Versorgungsengpass war entstanden, weil sich heuer wegen der Vogelgrippe-Hysterie deutlich mehr Menschen auch gegen die Influenza impfen lassen wollten, obwohl damit kein Schutz gegen die nach derzeitigen Erkenntnissen nicht von Mensch zu Mensch übertragbare tödliche Tierkrankheit verbunden ist. Die Gebietskrankenkasse Oberösterreich hatte Anfang November von einer im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent höheren Nachfrage nach Grippeimpfungen berichtet.

Keine neue Lieferung gebe es dagegen für das in Österreich ausverkaufte Grippe-Prophylaktikum Tamiflu, das auch gegen die Vogelgrippe wirken soll, berichtete Ö3 unter Berufung auf den Arzneimittelhersteller-Verband Pharmig. (APA)

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