Erdbeben der Stärke 6,5 erschüttert Indonesien

20. November 2005, 18:48
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Kein Tsunami erwartet - Keine Berichte über Schäden - Epizentrum zwischen zwei Inseln vor der Küste der Provinz Aceh

Washington - Eine kleine indonesische Insel ist am Samstag von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Berichte über einen Tsunami, Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht. Die Insel liegt vor der Hauptinsel Sumatra im Indischen Ozean rund 1500 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Jakarta.

Ein Vertreter der indonesischen Meteorologie- und Geophysik-Behörde sagte, das Beben im Meer vor Simeulue habe eine Stärke von 6,2 erreicht. Er gehe nicht davon aus, dass es einen Tsunami ausgelöst habe. Auch eine Stunde nach dem Beben habe es keine Berichte über eine Flutwelle gegeben. Die Erdstöße seien aber noch auf Sumatra zu spüren gewesen. Das Geologische Institut der USA (USGS) hatte zuvor eine Stärke von 6,5 gemessen.

Tsunami-Frühwarnsystem

Nach Einschätzung des Tsunami-Warnzentrum in Hawaii kann ein Beben einer solchen Stärke durchaus Tsunamis auslösen. Indonesien hatte erst vor wenigen Tagen vor Sumatra neue Geräte installiert, die zu einem Tsunami-Frühwarnsystem gehören.

In der Provinzhauptstadt Banda Aceh an der Nordspitze Sumatras war das Beben kaum wahrzunehmen, berichtete ein dpa-Korrespondent. Es seien auch keine Auswirkungen zu beobachten gewesen.

Die Provinz Aceh war am 26. Dezember 2004 am schwersten von dem Tsunami verwüstet worden, den ein Beben der Stärke 9,0 im Indischen Ozean ausgelöst hatte. Damals waren Küstenabschnitte mehrerer Länder zerstört und mehr als 220.000 Menschen getötet worden. (APA)

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