Gouverneur: Bombenanschlag in Istanbul geht auf Konto der PKK

21. November 2005, 12:29
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Ein Toter, elf Menschen verletzt - Ein Verletzter in kritischem Zustand

Istanbul - Der Bombenanschlag in Istanbul, bei dem ein Mensch getötet und elf verletzt wurden, ist nach Einschätzung der türkischen Behörden von der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK verübt worden. Die in einem Müllcontainer versteckte Bombe aus Plastiksprengstoff sei per Handy gezündet worden. "Wir wissen, dass der Anschlag von der Separatisten-Organisation ausgeführt wurde", sagte Istanbuls Provinzgouverneur Muammer Güler am Samstag.

Der Sprengsatz war am Freitagabend neben einer Bushaltestelle im Vorort Beylikdüzü im europäischen Teil Istanbuls explodiert. Einer der zwölf Verletzten war in der Nacht im Krankenhaus gestorben. Der Zustand eines anderen Verletzten sei noch immer kritisch, sagte der Gouverneur, der den Anschlag gegen "unschuldige Menschen" scharf verurteilte.

Bei gewalttätigen Protesten im Südosten des Landes waren in der vergangenen Woche bei Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften drei kurdische Demonstranten getötet worden. "Wir wissen, dass sie (die PKK) ihr blutiges Spiel auch nach Istanbul tragen wollen", sagte Güler. Im Sommer waren in türkischen Urlaubsgebieten mehrere Bomben explodiert, die nach Angaben der türkischen Ermittler ebenfalls von kurdischen Extremisten gelegt worden waren. (APA)

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