Prozess gegen Saddam Hussein wird Ende November fortgesetzt

22. November 2005, 19:24
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Verteidiger drohen mit Boykott - Bei Schuldspruch droht Ex-Diktator die Todesstrafe - Talabani will Todesurteil nicht unterzeichnen

Bagdad - Der am 19. Oktober begonnene Prozess gegen den irakischen Ex-Präsidenten Saddam Hussein soll wie geplant Ende November fortgesetzt werden. Alles sei vorbereitet, um das Verfahren am 28. November fortzusetzen, verlautete am Samstag aus Justizkreisen in Bagdad.

Boykott

Nach der Ermordung von zwei Anwälten der Verteidigung hatten die Anwälte Anfang des Monats angekündigt, das Verfahren zu boykottieren. Bei einem Schuldspruch wegen Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie Kriegsverbrechen droht Saddam Hussein die Todesstrafe.

Der irakische Staatspräsident Jalal Talabani hatte angekündigt, er würde ein Todesurteil gegen den früheren Staatschef nicht unterzeichnen. Saddam Hussein wurde im April 2003 nach der US-Invasion gestürzt und war anschließend untergetaucht. Ende 2003 wurde er von US-Soldaten gefasst. (APA)

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    Am 28. November soll die Verhandlung gegen den Ex-Diktator des Irak fortgesetzt werden. Sollte Saddam Hussein zum Tode verurteilt werden, will Staatspräsident Jalal Talabani das Urteil nicht unterschreiben.

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