Andritz: Neues Joint Venture mit Küsters

29. November 2005, 12:48
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Geschäftsbereich Papier und Nonwoven der Andritz wird eingebracht - Andritz-Anteil bei 60 Prozent

Wien - Der börsenotierte Technologiekonzern Andritz wird sich zu 60 Prozent am Geschäftsbereich Papier der Eduard Küsters Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, Deutschland, beteiligen. Dazu wird der Küsters-Geschäftsbereich Papier und Nonwoven in das neue Gemeinschaftsunternehmen eingebracht. Dies teilte Andritz am Freitagabend nach Börsenschluss mit.

Andritz wird die neue Firma, die mit rund 500 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 70 bis 80 Mio. Euro erzielen wird, mit einem Anteil von 60 Prozent dominieren und industriell führen. Der Eigentümer von Küsters Maschinenfabrik, Jagenberg, wird 40 Prozent der Anteile halten. Preis wurde keiner mitgeteilt.

Der Geschäftsbereich Textil wird künftig unter der Führungsgesellschaft Küsters Textile GmbH von Jagenberg allein weiterentwickelt und vom Geschäftsbetrieb des Gemeinschaftsunternehmens getrennt.

Eine entsprechende Absichtserklärung wurde laut Mitteilung vom Freitag bereits unterzeichnet. Das Inkrafttreten ist aber an die Genehmigungen durch die Gremien sowie die Zustimmung der relevanten Kartellrechtsbehörden gebunden.

Küsters mit Sitz in Krefeld, Deutschland, gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Walzen und Kalandertechnologien für die Papier-, Vliesstoff- und Textilindustrie.

"Die bereits seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzte Entwässerungs- und Veredelungstechnik von Küsters bietet für Andritz vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in der Zellstoff- und Papierindustrie", erläuterte Andritz-Vorstandschef Wolfgang Leitner den Schritt.

Mit der Einbringung in das Joint Venture seien die Entwicklungsperspektiven des Papier- und Nonwoven-Geschäfts von Küsters nochmals deutlich verbessert und langfristig abgesichert, erklärte Stefan Kranzbühler, Vorstand des Joint Venture-Partners Jagenberg. (APA)

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