Bluttat in Kärnten: Erinnerung des Verdächtigen kehrt zurück

20. November 2005, 18:56
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Deutscher soll vergangene Woche seine Frau erschlagen haben - Kinder belasten Vater schwer

Klagenfurt - Jener 65 Jahre alte Deutsche, der dringend verdächtig ist, in der Nacht auf 10. November in Glanhofen in Kärnten seine Frau erschlagen zu haben, hat am Donnerstag erstmals über Details jenes Abends ausgesagt. Seine Erinnerung kehre zurück, soll er laut seinem Anwalt erklärt haben. Den Mord bestreitet er jedoch nach wie vor. Inzwischen wurden auch die erwachsenen Kinder des Ehepaars einvernommen, sie haben ihren Vater schwer belastet.

Der Techniker Heinz M. hat am Donnerstag zugegeben, dass der Streit mit seiner Frau in der vergangenen Woche "sehr heftig" gewesen sei. Dass er sie geschlagen oder gar totgeschlagen haben könnte, stritt er weiterhin ab. Der Mann hatte Donnerstag vergangener Woche selbst die Rettung gerufen, als diese in dem Einfamilienhaus in Glanhofen bei Feldkirchen eintraf, war die 65-Jährige aber bereits tot.

Schwere Verletzungen im Kopf- und Halsbereich

Die Obduktion ergab, dass die Frau schwere Verletzungen im Kopf- und Halsbereich erlitten hatte und an einer Gehirnblutung gestorben ist. Daraufhin wurde der Mann als mutmaßlicher Täter verhaftet. Vor dem Untersuchungsrichter soll er nun ausgesagt haben, dass es bei der letzten Auseinandersetzung der beiden um die Kinder gegangen sei, mit denen er seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Das sagte der Anwalt des Verdächtigen, Hans Gradischnig, am Freitag gegenüber dem ORF Kärnten.

Die beiden Kinder sind inzwischen einvernommen worden. Sie berichteten dem U-Richter von einer Ehe voll von Streit und Gewalt. Der Mann soll keinen Widerspruch geduldet haben, wenn seine Frau sich gewehrt hätte, dann hätte er oft zugeschlagen.

In der kommenden Woche soll es noch einen Lokalaugenschein am Tatort geben. Damit will sich Heinz M. laut seinem Anwalt genauer an jene Nacht erinnern, in der seine Frau gestorben ist. Sie sei seine einzige Lebensmotivation gewesen, soll er dem Juristen anvertraut haben. (APA)

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