In der Lachgaskammer

25. November 2005, 13:57
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"Antifaschismus Vergnügungspark" thematisiert Verquickung von "Betroffenheit und Amüsement" in der Gedenkkultur

Berlin - Einen "Antifaschismus Vergnügungspark" präsentiert derzeit das österreichische Künstlerduo Julius Deutschbauer und Gerhard Spring in Berlin. Die Ausstellung mit "Menschenschauen, Lachgaskammer, Galgenringelspiel, Dekonzentrationslager oder Aschenputteldusche" soll die Verquickung von "Betroffenheit und Amüsement" rund um Mahnmale, Holocaust- Ausstellungen und Filme zur Schau stellen, teilten die beiden am Freitag in Berlin mit

Die von der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützte Aktion, die noch bis Samstag in den Sophiensälen gezeigt wird, ist Teil des Festivals "Politik im freien Theater". Die Initiatoren führen dabei das Publikum "von Attraktion zu Attraktion". Am Ende werden den Besuchern "Antifaschisten-Nachweise" ausgestellt.

Berlin sei ein Ort der Mahnmaldiskussion, begründeten Deutschbauer und Springer ihre Aktion. "Die einen wehren sich gegen den Vergangenheitsbewältigungskitsch, die anderen erschaudern vor (ZDF-Filmemacher) Guido Knopps "Historytainment" oder dem aufkommenden Nazi-Themen-Kino." 60 Jahre nach Kriegsende werde die Diskussion über die Ästhetik von Erinnerung, Mahnmal und Gedenkstätten facettenreich geführt.(APA/dpa)

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