China: Heimatdorf von erster Vogelgrippe-Toter abgeriegelt

20. November 2005, 18:53
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Vietnam hat bisher höchste Sterberate - Land bereitet sich auf dritte Krankheitswelle vor

Zhoutan - Nach dem Tod einer Chinesin an Vogelgrippe ist deren Heimatort von den Behörden systematisch abgeriegelt worden. Zahlreiche örtliche Beamte wurden am Freitag an der schmalen Straße zum ostchinesischen Dorf Yantan postiert. Nur noch Bewohner durften in den Ort, Journalisten wurden von Beamten eskortiert.

In dem Dorf mit wenigen tausend Einwohnern war die 24-jährige Zhou Maoya am 10. November gestorben. Es war der erste offiziell bestätigte Todesfall in China. China hat inzwischen ein Impfprogramm für mehrere Milliarden Vögel anlaufen lassen.

In Vietnam wurden in drei weiteren Provinzen Vogelgrippe-Herde entdeckt. Damit ist mehr als ein Viertel aller Provinzen von der Vogelgrippe betroffen, wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte. Betroffen sei vor allem der Norden des Landes. Unterdessen liefen in der Hauptstadt Hanoi die Vorarbeiten für eine groß angelegte Übung, um die Krankenhäuser auf eine hohe Zahl von Vogelgrippe-Patienten vorzubereiten. Das Land befürchtet für den Winter die dritte Krankheitswelle seit dem Jahr 2003. In keinem anderen Land der Welt sind bisher mehr Menschen an der Vogelgrippe gestorben als in Vietnam, nämlich 42. (APA)

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