SchülerInnen schnupperten Laborluft

18. November 2005, 13:22
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"Tage der jungen Forschung" in Wien

Wien - Gemessen an der Bevölkerung sollte Österreich im Verhältnis zu Deutschland etwa 48.000 WissenschafterInnen haben, tatsächlich sind es nur rund 32.000. Um diesem Missstand entgegenzuwirken und Jugendlichen das Berufsbild Forscher/Forscherin näher zu bringen, hat das Infrastrukturministerium das Pilotprojekt "Tage der jungen Forschung" ins Leben gerufen.

Dabei haben knapp 100 Wiener Jugendliche zwei Tage lang zu zehn jungen ForscherInnen engen Kontakt gehabt und Laborluft geschnuppert. Donnerstagabend haben sie in einer Abschlussveranstaltung darüber berichtet.

"Freiheit und Themen"

"Die Freiheit in der Arbeit, die die Forscher haben, würde mir gut gefallen. Auch, dass sie so unterschiedliche Themen bearbeiten und international mit Wissenschaftern aus anderen Ländern zusammen arbeiten können. Die manchmal unsicheren Zukunftsperspektiven, die oft mit fehlenden Geldern zu tun haben und das Image, das die Forscher in der Öffentlichkeit haben, würden mich aber möglicherweise auch davon abhalten, selbst diesen Berufsweg einzuschlagen", meinte eine Schülerin nach der Begegnung. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen aus den vorletzten Klassen von 15 allgemein- und berufsbildenden höheren Schulen in Wien hatte sie zwei Tage mit den WissenschafterInnen verbracht, darunter etwa der Seibersdorfer Physiker und Weltraumforscher Martin Tajmar, die Meeresbiologin Monika Bright oder der Bioinformatiker David Philip Kreil.

Laut Forschungs-Staatssekretär Eduard Mainoni (B) sollen die "Tage der jungen Forschung" nach der Pilotveranstaltung in Wien in den nächsten Jahren auch in den Bundesländern fortgesetzt werden. (APA)

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