Hilde Gerg droht Karriereende

20. November 2005, 20:52
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Sturz der Deutschen im Super-G-Training in Copper Mountain

München/Wien - In ihrem letzten Winter im alpinen Ski-Weltcup wollte sich Hilde Gerg noch einmal den großen Traum vom Olympia-Gold erfüllen, doch der erfolgreichen Karriere der deutschen Skirennläuferin droht nun ein bitteres Ende. Nach einer erneuten schweren Knieverletzung ist für die beste deutsche Abfahrerin zumindest die Teilnahme an den Winterspielen im Februar 2006 in Turin in Gefahr.

Die 30-Jährige hatte sich bei einem Sturz im Super-G-Training in Copper Mountain/USA eine Stauchung des Schienbeinkopfes, einen Meniskusschaden sowie einen Teileinriss des hinteren Kreuzbandes im rechten Knie zu. Schon 2000 hatte sich Gerg nach einem Wadenbeinbruch an die Weltspitze zurückkämpfen müssen. Im Dezember 2002 hatte Gerg bei der Abfahrt in Lake Louise einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie erlitten, war damals aber ohne Operation schon nach rekordverdächtigen 14 Tagen wieder in den Weltcup zurückgekehrt.

Die Verletzung der 20-fachen Weltcupsiegerin, Slalom-Olympiasiegerin von Nagano und Team-Weltmeisterin von Bormio ist ein weiterer Tiefschlag für das deutsche Alpinteam. Mit Andreas Ertl hat sich diese Woche beim Training in Kanada ein weiterer DSV-Teamweltmeister verletzt und fällt mehrere Wochen aus. Bei den vom Österreicher Werner Margreiter angeführten DSV-Herren hatten schon vor der Saison die beiden Abfahrer Florian Eckert und Max Rauffer wegen Verletzungen ihren Rücktritt erklärt. Die deutschen Abfahrer werden im kommenden Winter vom ehemaligen ÖSV-Damencoach Walter Hlebayna trainiert. (APA/dpa)

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