Misshandlung von schreiendem Baby: Grazer in U-Haft

20. November 2005, 18:56
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Baby darf auch künftig bei der Mutter bleiben - Vater nach Nervenklinik in Haft - Kontaktverbot mit Tochter

Graz - Jener 30 Jahre alte Grazer, der in der Nacht auf Mittwoch ausgerastet ist, weil er das Schreien seiner kleinen Tochter nicht ausgehalten hat, ist nach der Nervenklinik direkt in U-Haft genommen worden. Voruntersuchungen wurden eingeleitet. Das Mädchen befindet sich noch im Grazer LKH.

Der 30-Jährige hatte seiner drei Monaten alten Tochter mit der Faust auf den Kopf geschlagen und ihr schwere Verletzungen zugefügt. Nachdem die Mutter das Mädchen in das Krankenhaus gebracht hat, erstattete der Grazer Selbstanzeige. Er gab an, dass er die "psychische Belastung nicht mehr aushalten" konnte.

Die Beamten untersuchen den Fall in zwei Richtungen: Absichtlich schwere Körperverletzung und das Quälen von unmündigen Personen.

Baby darf auch künftig bei der Mutter bleiben

Das Baby darf auch künftig bei der Mutter bleiben, hat das Jugendamt beschlossen. Die Frau zeigte sich sehr verantwortungsvoll, lautete die Erklärung. Außerdem seien "familiäre Ressourcen" vorhanden. Die Mutter darf mit dem Mädchen jedoch nicht alleine bleiben und dem Vater keinen Zugang zu seinem Kind gestatten. Vorübergehend wird nach Angaben des Jugendamtes eine Freundin als "Aufpasserin" zu der 27-Jährigen ziehen.(APA)

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