Solarfolie aus dem Drucker entwickelt

29. November 2005, 16:10
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Schicht mit superdünnen Siliziumpartikeln wird auf Papier aufgetragen

Johannesburg - Eine neuartige, ausdruckbare Solarfolie als kostengünstige Energiequelle haben Wissenschafter der südafrikanischen Universität Kapstadt entwickelt. Die Schicht mit superdünnen Siliziumpartikeln und anderen Materialien lässt sich nach einem Bericht der Zeitung "Business Day" vom Freitag wie ein Farbfoto aus handelsüblichen Druckern auf Papier auftragen.

Ein Poster im DIN-A2-Format erreiche eine Leistung von 100 Watt und könne Radios, Ladegeräte oder Glühbirnen versorgen, erklärte der auf Nanotechnologie spezialisierte Professor David Britton.

Bei den Folien handele es sich um Wegwerf-Produkte, die speziell für die arme Bevölkerung auf dem Lande konzipiert seien. Die Landbevölkerung könne sich kaum ein konventionelles Solarpanel leisten, aber alle drei bis sechs Monate eine Folie für umgerechnet 1,20 Euro. Die Wegwerf-Folie könnte für die Kundenbedürfnisse - etwa auf Fenster- oder Türgröße - problemlos maßgeschneidert werden. Ein Prototyp sei erfolgreich getestet worden. Für die Kommerzialisierung würden nun Partner gesucht, berichtete das Blatt. (APA/dpa)

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