Admira: Jetzt kommt der Masseur

24. November 2005, 10:53
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Mahnklage durch Anwalt eingebracht, Bundesligist droht Exekution

Wien - Nordea Admira hat derzeit nicht nur auf dem Fußball-Rasen, sondern offenbar auch abseits davon hart zu kämpfen. Dem abgeschlagenen Tabellenschlusslicht der T-Mobile-Bundesliga, das am Samstag in der 19. Runde den ersten Salzburg-Verfolger Austria Magna zu Gast hat, droht eine Exekution. Der Verein schuldet seinem ehemaligen Klubmasseur Michael Götz 28.849,60 Euro. In dem Betrag sind Zinsen und Verfahrenskosten nicht enthalten.

Über seinen Rechtsanwalt Marcus Bachmayr-Heyda ließ Götz daher schon am 10. Oktober beim Mödlinger Bezirksgericht eine Mahnklage einbringen. "Nächste Woche erwarte ich den erlassenen und rechtskräftigen Zahlungsbefehl, danach werden ich in Absprache mit meinem Mandanten den Exekutionsantrag einbringen", erklärte der Advokat am Freitag auf Anfrage der APA - Austria Presse Agentur.

Götz, der in Wien-Meidling ein Gesundheits- und Bewegungsstudio betreibt, hatte mit Admira seit 2003 eine schriftliche Vereinbarung, rekonvaleszente Spieler wieder auf Vordermann zu bringen. "Wir waren auch an Sonn- und Feiertagen für den Verein immer da. Doch Admira hat seit eineinhalb Jahren für die Behandlungen nicht gezahlt", erzählt der Muskelkneter, der vor seinem Schritt vor Gericht lange zugewartet hat.

"Zuerst habe ich es allein und dann mit dem Anwalt seit längerer Zeit mit Briefen und Telefonaten versucht, doch alles hat nichts genützt. Wir sind immer wieder vertröstet und belogen worden", ärgert sich Götz über seinen ehemaligen Arbeitgeber. Der 50-jährige Wiener hatte vor Gründung seiner Firma rund 15 Jahre in der Südstadt und zuletzt im ÖFB-Betreuerstab unter Teamchef Hans Krankl gearbeitet.(APA)

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