EdF verkauft österreichischen Abfallentsorger

29. November 2005, 12:49
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Der französische Energiekonzern zieht sich aus dem ehemaligen ÖIAG-Unternehmen zurück - ASA wird um 229 Millionen Euro an Spanier verkauft

Wien - Der französische Energiekonzern Electricite de France (EdF), der 1993 in die Abfall Service Austria (ASA) eingestiegen ist, zieht sich nun aus dem ehemaligen ÖIAG-Unternehmen zurück. Die ASA (A.S.A. Abfall Service AG) wird um 229 Mio. Euro an die spanische Bau-Gruppe Fomento de Construcciones y Contratas (FCC) verkauft, bestätigte ASA-Vorstand Rudolf Platzer am Freitag gegenüber der APA.

Formal seien noch ein EdF-Vorstandsbeschluss sowie die Zustimmung der französischen Regierung und der Kartellbehörden ausständig, er erwarte aber keine Hürden, so Platzer. Mit dem Abschluss des Verkaufs werde in der zweiten Jännerhälfte gerechnet. Mit der FCC habe man einen "potenten" neuen Eigentümer, der in Spanien börsenotiert sei und rund 60.000 Mitarbeiter beschäftige.

Struktur bleibt erhalten

Die ASA mit Sitz in Niederösterreich beschäftigt 2.500 Mitarbeiter, davon mehr als 80 Prozent in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Polen und Rumänien. Da der spanische Konzern bisher weder in Österreich noch in Osteuropa tätig sei bleibe die ASA-Struktur vollständig erhalten, so Platzer. Auch deswegen seien die Spanier der "Wunschkandidat" der ASA als neue Eigentümer, zeigte sich der Vorstand erfreut.

Die EdF ist in Österreich mit einer Sperrminorität an der steirischen EStAG beteiligt und in Deutschland Großaktionär bei EnBW, die nach eigenen Angaben knapp 30 Prozent an der niederösterreichischen EVN hält. (APA)

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