Schoeller-Bleckmann steigert Umsatz und EGT

29. November 2005, 12:48
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Der Ölfeldausrüster erwartet weiterhin ein positives Umfeld

Ternitz - Die im ATX der Wiener Börse notierte Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) verzeichnete in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2005 mit 16,9 Mio Euro (nach 11,1 Mio. Euro) ein um 53 Prozent verbessertes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT). Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 10 Prozent auf 123,9 (113) Mio. Euro, teilte der Ölfeldausrüster am Freitag ad hoc mit.

Das Konzernergebnis verbesserte sich um 65 Prozent auf 12,0 (7,3) Mio. Euro. Der Auftragseingang in den ersten neun Monaten stieg um 64 Prozent auf 200,8 Mio. Euro, per Ende September 2005 erreichte der Auftragsstand mit einem Plus von 190 Prozent auf 114,2 Mio Euro (nach 39,3 Mio. Euro) eine neue Rekordmarke, so das Unternehmen.

Investitionen deutlich über Vorjahreswert

Die Investitionen in Sachanlagen lagen mit 13,4 Mio. Euro (nach 7,1 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2004) deutlich über dem Vorjahreswert. Sie betrafen die Aufstockung der Bohrmotorenflotte sowie die Erweiterung des Maschinenparks für die Produktion von Hochpräzisionskomponenten an allen Standorten.

Der anhaltend hohe Erdölbedarf bei Preisen zwischen 56 und 70 US Dollar je Barrel habe weiterhin stark stimulierende Auswirkung auf die Explorationstätigkeit der internationalen Ölkonzerne. "Die Nachfrage nach Ausrüstungsgütern für die Oilfield Service-Industrie, insbesondere für die anspruchsvolle Richtbohrtechnologie, setzte sich unvermindert fort. Schoeller-Bleckmann nahm im dritten Quartal bereits Bestelleingänge für das Jahr 2007 entgegen, was auch den Hintergrund für den Rekord-Auftragsstand darstellt", erläuterte Gerald Grohmann, Vorstandsvorsitzender der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG.

Langfristiger Aufwärtstrend

"Diese für unsere Industrie eher untypische Orderreichweite ist ein Hinweis, dass auch unsere Kunden von einem längerfristigen Aufwärtszyklus in der Oilfield Service-Industrie ausgehen", so Grohmann weiter. Die hohe Nachfrage betraf alle Segmente und alle Produktionsstandorte.

Der Ausblick ist positiv: Für die kommenden Monate sei mit einem anhaltend positiven Umfeld für die Oilfield Service-Industrie zu rechnen. Die Herausforderung für die nächsten Monate werde es sein, die ungezügelt hohe Nachfrage nach Hochpräzisionskomponenten durch Anpassung unserer Produktionskapazitäten abdecken zu können.

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG ist Weltmarktführer bei Hochpräzisionsteilen für die Oilfield Service-Industrie. Schwerpunkt sind amagnetische Bohrstrangkomponenten für die Richtbohrtechnologie. SBO beschäftigt weltweit 875 Mitarbeiter (30.9.2004: 792; bereinigt um die im ersten Quartal 2005 verkaufte Tochter Bafco), davon in Ternitz in Niederösterreich aktuell 221, in Nordamerika (inkl. Mexiko) 450. (APA)

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