Guatemala: Spuren eines Massakers in Maya-Ruine gefunden

18. November 2005, 11:57
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Herrscherpaar und Adelige vor 1200 Jahren exekutiert

Washington - In den Ruinen der Maya-Stadt Cancuen im Urwald von Guatemala haben Forscher die Überreste eines vor rund 1200 Jahren verübten Massakers entdeckt. Wie die National Geographic Society in Washington am Donnerstag mitteilte, kamen bei den Ausgrabungen die Skelette von rund 40 ermordeten Menschen zu Tage, darunter der König und die Königin der Stadt. Nach Angaben des Ethnologen Arthur Demarest von der Vanderbilt University im US-Bundesstaat Tennessee, der die Ausgrabungen leitet, deuten die Funde auf eine Massenhinrichtung hin. Wer das Massaker verübte, ist noch ungeklärt.

Gebeine

Ein Großteil der Gebeine wurde in einer Zisterne nahe der Haupttreppe des Palastes gefunden. Das Herrscherpaar sowie Adlige der Stadt seien offenbar für die Hinrichtung versammelt worden, berichtete Demarest. Die Opfer seien mit Lanzen oder Beilen getötet worden. Unter ihnen seien auch Kinder sowie zwei schwangere Frauen. Die Wissenschaftler vermuten, dass das Massaker einen wichtigen Puzzlestein bei der Aufklärung des weiterhin in vielen Aspekten mysteriösen Untergangs der klassischen Maya-Kultur (300 bis 900 nach Christus) darstellen könnte. (APA)

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