"Programm greift überhaupt nicht"

1. Dezember 2005, 12:15
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Auch Sportstaats­sekretär Karl Schweitzer sieht der traurigen Rea­lität des heimischen Fußballs in beide Augen

Wien - Sportstaatssekretär Karl Schweitzer zeigt sich von den Leistungen des österreichischen Fußball-Challenge-Teams schwer enttäuscht. "Man kann nach dem 2:5 gegen Deutschland nicht mehr so einfach zur Tagesordnung übergehen. Das Challenge-Programm greift überhaupt nicht, es muss eine intensive Fehleranalyse her", sagte Schweitzer. Er will aus diesem Grund möglichst rasch eine außerordentliche Sitzung des Challenge-Lenkungsausschusses.

Die Entwicklung der Leistungen des österreichischen Nationalteams hätten sich seit des Zuschlags für die Europameisterschaft 2008 signifikant verschlechtert, so Schweitzer. "Zum Zeitpunkt der Vergabe der EM war Österreich noch um rund 20 Plätze im internationalen Ranking besser, heute liegt Österreich fußballerisch 'auf dem Bauch' und kommt einfach nicht hoch. Die Schweizer haben sich im selben Zeitraum um 20 Plätze verbessert. Die zeigen es vor, wie auch ein kleines Land in den Entscheidungsspielen international bestehen kann und die Qualifikation für die WM schafft", meinte Schweitzer.

"Klein darf keine Ausrede sein", so Schweitzer und kündigte für die außerordentliche Sitzung eine deutliche Aussprache mit den Verantwortlichen an. "Jetzt müssen wir Klartext reden, um noch zu retten, was zu retten ist. Es kann nicht sein, dass die laxe Einstellung hoch bezahlter Durchschnittskicker um sich greift, und Österreich 2008 zum Gespött der ganzen Fußballwelt werden lässt. Dann wäre auch der ganze finanzielle Aufwand für die Europameisterschaft eine Fehlinvestition gewesen und das will ich nicht zulassen." erklärte der Sportstaatssekretär.(APA)

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    Karl Schweitzer an einem sehr sonnigen Tag.

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