Al-Kaida-Mitglieder bei US-Luftangriff getötet

19. November 2005, 23:23
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Neue Gefechte in der Provinz Kunar, in der die Taliban und ihre Verbündeten am aktivsten sind

Jalalabad - Bei neuen Gefechten in Afghanistan sind nach offiziellen Angaben drei Mitglieder der Terrorgruppe Al-Kaida durch einen US-Luftangriff getötet worden. "Der Einsatz von Truppen der USA und Afghanistans wurde in der vergangenen Nacht mit Hilfe von Luftangriffen eingeleitet", sagte der Gouverneur der Provinz Kunar, Assadulla Wafa, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem seien zwei mutmaßliche Mitglieder der Gruppe festgenommen worden. Ein US-Militärsprecher in Kabul bestätigte den Einsatz der Luftwaffe, machte jedoch keine weiteren Angaben.

Kunar gehört zu den Provinzen, in denen die fundamentalistischen Taliban und ihre Verbündeten am aktivsten sind. Etwa 20.000 Soldaten - der größte Teil von ihnen aus den USA - kämpfen im Süden und Osten des Landes gegen Aufständische. Fast 10.000 NATO-geführte Friedenstruppen sind in anderen Teilen des Landes stationiert. In diesem Jahr sind bisher etwa 1100 Menschen bei Gefechten getötet worden. Das US-Militär teilte am Donnerstag mit, dass sich zwei amerikanische Soldaten wegen der Misshandlung von Inhaftierten vor einem Militärgericht verantworten müssten. Ein Termin dafür stehe noch nicht fest. Die Vorfälle hätten in der Provinz Uruzgan stattgefunden. Menschenrechtsgruppen und ehemalige Häftlinge haben Misshandlungen von Festgenommenen durch US-Soldaten kritisiert. (APA/ Reuters)

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