Vivendi hält an Gewinnziel für 2005 fest

29. November 2005, 12:52
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Der operative Gewinn des französischen Medienkonzern ist im dritten Quartal auf knapp eine Milliarde Euro angestiegen - Optimistischer Gesamtjahresausblick

Paris/Tunis - Der französische Medienkonzern Vivendi Universal hat seinen operativen Gewinn im dritten Quartal gesteigert und hält an seinem Gewinnziel für das Gesamtjahr fest.

Im abgelaufenen Geschäftsquartal wuchs der operative Gewinn stärker als von den Analysten erwartet um 14 Prozent. Dazu hätten vor allem gute Geschäfte in der Musikbranche und eine Rückkehr zu Gewinnen in der Videospiel-Sparte beigetragen, teilte Vivendi am Donnerstag mit.

Für das Geschäftsjahr 2005 strebt der Konzern laut Unternehmenschef Jean-Bernard Levy weiterhin einen bereinigten Nettogewinn der Gruppe von mehr als 1,8 Mrd. Euro an.

Sowohl das Wachstum des operativen Gewinns der Mobilfunk-Tochter SFR als auch die Steigerung der Umsatzrendite der Musiksparte würden am oberen Ende der prognostizierten Spannen liegen. Die Aktie legte bis zum Mittag mehr als zwei Prozent zu.

Eine Milliarde Euro Gewinn

Für das abgelaufene dritte Quartal bezifferte die in Paris ansässige Gruppe ihren operativen Gewinn auf 1,005 Mrd. Euro nach 891 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt mit 980 Mio. Euro gerechnet. Der Nettogewinn sank auf 647 Mio. Euro von 1,001 Mrd. Euro. Wegen eines verzerrenden Steuerabgleichs war dies jedoch erwartet worden. Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 4,874 Mrd. Euro.

Die Spiele-Sparte schaffte vor allem durch den Erfolg des Online-Spiels "World of Warcraft" den Umschwung in die schwarzen Zahlen und wies einen Gewinn von sieben Mio. Euro nach einem Verlust von 32 Mio. Euro im Vorjahr aus. Auch die Musik-Sparte Universal Music übertraf die Prognosen der Analysten. Der Weltmarktführer steigerte seinen Gewinn auch durch Kosteneinsparungen um 65 Prozent auf 71 Mio. Euro.

Die Experten hatten im Schnitt mit 54 Mio. Euro gerechnet. Der Umsatz der Sparte sank um 1,5 Prozent. Die zweitgrößte Mobilfunknetzbetreiber Frankreichs, die Vivendi-Tochter SFR, steigerte ihren Betriebsgewinn im Rahmen der Erwartungen um sieben Prozent auf 692 Mio. Euro.

Optimistischer Gesamtjahresausblick

Am Rande einer internationalen Konferenz in Tunis äußerte sich Vivendi-Chef Levy am Donnerstag zuversichtlich über den Gesamtjahresausblick der Gruppe. Alle Geschäfte liefen gut. "Vivendi fühlt sich sehr wohl mit seinem Ziel, 2005 einen bereinigten Gewinn von mehr als 1,8 Mrd. Euro zu erzielen", erklärte er.

Das Wachstum des operativen Gewinns von SFR werde in diesem Jahr am oberen Ende der bisherigen Erwartungen von sechs bis neun Prozent liegen. Für die Musiksparte des Konzerns stellte er zudem eine Umsatzrendite am oberen Ende der Spanne in Aussicht. Zuletzt hatte das Unternehmen diese mit sieben bis neun Prozent angegeben.

Die Aktie lag gegen Mittag 2,15 Prozent im Plus und wurde mit 25,64 Euro gehandelt. (APA/Reuters)

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