Fünf US-Soldaten nahe der syrischen Grenze getötet

21. November 2005, 14:49
posten

Französische Geheimdienste: 22 Franzosen in den Kampf gegen US-Truppen gezogen - Haftbehl gegen Neffen von Saddam Hussein an Interpol übermittelt

Bagdad - Bei einem Einsatz gegen irakische Rebellen nahe der syrischen Grenze kamen am Mittwoch fünf US-Soldaten ums Leben. Die Marineinfanteristen seien in einem Feuergefecht bei Obeidi, 300 Kilometer westlich von Bagdad, erschossen worden, wie die US-Streitkräfte mitteilten. Die US-Truppen wollen dort in einer groß angelegten Offensive die Nachschubwege der Aufständischen unterbrechen.

Ein Reporter der Zeitung "New York Times" berichtete, die US-Truppen seien in ein Bauernhaus in Obeidi eingedrungen, als plötzlich eine Explosion das Gebäude erschüttert habe. Aufständische eröffneten danach das Feuer. Die US-Soldaten hätten schließlich die Verletzten und Toten geborgen und die Angreifer erschossen. Ein weiterer US-Soldat erlag am Mittwoch seinen Verletzungen, die er am Dienstag bei einer Bombenexplosion in Bagdad erlitten hatte.

Die französischen Geheimdienste identifizierten unterdessen 22 Franzosen, die zum Kampf gegen die US-Truppen in den Irak gezogen sind. Mindestens sieben seien im Irak umgekommen, davon zwei bei Selbstmordanschlägen, verlautete aus Geheimdienstkreisen am Donnerstag in Paris. "Wir importieren nicht nur Selbstmordattentäter, wir exportieren sie auch", sagte Innenminister Nicolas Sarkozy. Als Beispiel nannte Sarkozy einen 14-jährigen Franzosen, der in Damaskus französische Freiwillige an irakische Schlepper vermittelte.

Die irakische Regierung übermittelte Interpol am Donnerstag einen internationalen Haftbefehl für einen Neffen von Ex-Staatschef Saddam Hussein, wie die US-Streitkräfte erklärten. Omar Sabawi Ibrahim Hassan al Tikriti halte sich vermutlich im Jemen auf. Ihm werde vorgeworfen, Terroranschläge finanziert zu haben. (APA/AP)

Share if you care.