Giftanschlag auf Bodensee Trinkwasser: Bauer wehrt sich

18. November 2005, 15:21
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Beamte fanden Hinweise auf Pflanzenschutzmittel Atrazin

Friedrichshafen/Horgenzell - Der Landwirt aus dem Kreis Ravensburg, der von der Staatsanwaltschaft Konstanz zunächst verdächtigt wurde, den Giftanschlag auf das Bodensee-Trinkwasser ausgeübt zu haben, streitet jede Tatbeteiligung ab. "Die Vorwürfe, die mir zur Last gelegt werden, entbehren jeder Grundlage", sagte der alte Bauer der "Stuttgarter Zeitung".

Er lehne jede Gewaltaktion und die Schädigung unschuldiger Menschen ab, sagte er dem Blatt. Das Anwesen des Landwirts war am Montag von rund 40 Beamten durchsucht worden. Sie fahndeten nach Darstellung des Blattes vor allem nach Hinweisen auf das Pflanzenschutzmittel Atrazin.

Der Mann war laut "Stuttgarter Zeitung" 2002 bereits wegen versuchter Nötigung und versuchter Erpressung vom Amtsgericht Ravensburg zu einem halben Jahr Haft verurteilt worden, die drei Jahre auf Bewährung ausgesetzt wurde. Im Sommer 2001 habe er in Briefen an den damaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel, Landwirtschaftsministerin Gerdi Staiblin und das Landratsamt Ravensburg "Ökominen" angedroht. Damit habe der Landwirt die Änderung von Behördenentscheidungen zu Ungunsten seines Hofes und staatliche Förderungen erreichen wollen. (APA)

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