Private deutsche Rundfunkwirtschaft wieder auf Wachstumskurs

27. Dezember 2005, 13:46
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Studie: TV-Sender und Radios verbuchen wieder Erträge

Die private Rundfunkwirtschaft in Deutschland befindet sich nach einer Studie der Landesmedienanstalten wieder auf Wachstumskurs. Nach einer rückläufigen Entwicklung in den Jahren 2001 bis 2003 hätten die privaten Fernsehsender und Radiostationen im vergangenen Jahr im Durchschnitt wieder höhere Erträge verbucht, teilte die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) am Mittwoch in Kassel mit. Auch für 2005 erwarteten die befragten Rundfunkunternehmen überwiegend positive Ergebnisse.

Nettoerträge von rund 6,7 Milliarden Euro

Die privaten Radio- und Fernsehsender erzielten nach Berechnung der Studie Nettoerträge von rund 6,7 Mrd. Euro und damit einen Zuwachs von 4,9 Prozent gegenüber 2003. Mit einem Anteil von 59,3 Prozent entfiel der Hauptteil der Erträge der privaten Rundfunkwirtschaft nach wie vor auf klassische Werbung und Sponsoring. 16 Prozent des Umsatzes erwirtschafteten Pay-TV-Veranstalter. Die Erträge der öffentlich-rechtlichen Sender addierten sich 2004 auf 8,2 Mrd. Euro, von denen 81,8 Prozent aus den Rundfunkgebühren stammten.

Neue Arbeitsplätze

Die Kehrtwende bei der privaten Rundfunkwirtschaft führte auch zu neuen Arbeitsplätzen bei den Sendern. Während die Zahl der festen Mitarbeiter beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk laut Studie um 0,7 Prozent zurückging, stieg sie beim privaten Rundfunk um 2,6 Prozent. Die Zahl freier Mitarbeiter beim Rundfunk stieg um 0,7 Prozent. Ende 2004 waren in der deutschen Rundfunkwirtschaft 46.004 Menschen beschäftigt, 29.415 davon im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, 12.689 bei privaten TV-Sendern und 3.900 beim Privatradio. Die Zahl der Beschäftigten stieg damit insgesamt um 0,5 Prozent. (APA)

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