Prozess um in Wiener Aufzug erdrückten Bub geht weiter

23. November 2005, 17:40
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Aufzug monatelang ohne behördliche Bewilligung in Betrieb - Einvernahmen der Beschuldigten werden abgeschlossen

Wien - Im Straflandesgericht wird am Mittwoch der Prozess um den in einem Aufzug in Wien-Josefstadt erdrückten Juan fortgesetzt. Der 13 Monate alte Bub war bei einem schrecklichen Unglück ums Leben gekommen, als er mit seinem Kopf zwischen Fahrkorb- und Lifttür stecken blieb und sich der Aufzug ins Bewegung setzte. Elf Personen müssen sich nun deswegen wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen verantworten. Strafrahmen: Bis zu drei Jahre Haft.

Angeklagt sind mehrere Mitarbeiter der Aufzugfirma, die Hausverwalterin, ein Beamter der Baupolizei sowie ein Prüfer des Technischen Überwachungsvereins (TÜV). Der Lift hätte laut Staatsanwältin Theresia Schuhmeister-Schmatral nicht genehmigt und nicht in Betrieb stehen dürfen. Die Mutter des getöteten Kindes bekommt wegen Verletzung ihrer Aufsichtspflicht einen separaten Prozess. (APA)

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