Tiscover-Portal für "Bella Italia"

29. November 2005, 12:52
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Das Innsbrucker Unternehmen impft zusammen IBM und einem Partner aus Neapel Italiens Tourismus mit Bits & Bytes

Innsbruck/Wien - Italiens Tourismuswirtschaft, die zuletzt wegen Ausbleibens von Urlaubsgästen arg gebeutelt wurde, soll mittels Bits&Bytes resistenter gegen Krisen gemacht werden.

Davon profitiert auch das Innsbrucker Unternehmen Tiscover, das mit seiner Reise- und Buchungsplattform eine Spitzenstellung im deutschsprachigen Raum einnimmt und nun auch den Touristikern in Italien beim Sprung ins digitale Zeitalter zur Hand geht.

Zusammen mit IBM und einem Unternehmen aus Neapel (ITS) hat Tiscover den Zuschlag zur Entwicklung des Tourismusportals "ITALIA.IT" erhalten. Auftraggeber ist eine Innovationsgesellschaft, die dem italienischen Staat gehört.

Auftragsvolumen von acht Millionen Euro

Das Auftragsvolumen von knapp acht Mio. Euro teilen sich die drei Konsortialpartner, wobei auf Tiscover "der relativ größte Teil" entfällt, wie dessen Chef, Konrad Plankensteiner, im STANDARD-Gespräch sagte. "Das ist der größte Einzelauftrag von Tiscover bisher".

In Italien ist der Tourismus per Gesetz Sache der Regionen. Trentino-Südtirol, Friaul-Julisch-Venezien und die Toscana sind innerhalb Italiens Vorreiter. Andere Regionen - etwa Kalabrien - verfügen nicht einmal über eine eigene touristische Website. Das soll sich ändern.

Die Regionen erhalten von der Regierung in Rom Sondermittel in Höhe von 20 Mio. Euro für die Erstellung von Contents , die in Zukunft über "ITALIA.IT" abrufbar sein sollen. Tiscover liefert für das Internetportal Tourismusapplikationen samt Software, die zum Teil bereits erprobt, zum Teil völlig neu sind.

Chinesische und japanische Versionen

So soll es etwa auch eine chinesische und japanische Version der Benutzeroberfläche und des Contents geben, was spezielle Anforderungen stellt. Aktiviert werden soll die Plattform jedenfalls noch vor den Olympischen Winterspielen kommenden Februar in Turin, nach Möglichkeit noch früher.

"Von uns aus ginge es schon zu Weihnachten", sagte Plankensteiner. "Wir liegen gut im Plan". (Günther Strobl, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17.11.2005)

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