Langfristige EU-Wiederaufbauhilfe fixiert

23. November 2005, 16:06
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Karzai betonte in Straßburg Fortschritte bei Demokratieaufbau in Afghanistan

Straßburg - Die Europäische Union hat Afghanistan eine langfristige Partnerschaft beim Wiederaufbau des Landes zugesagt. Eine entsprechende gemeinsame Erklärung wurde am Mittwoch in Straßburg unterzeichnet. Der afghanische Präsident Hamid Karzai hob dabei hervor, wie nötig weitere Hilfe für sein Volk sei. Er verwies auf die erzielten Fortschritte, das noch immer unter Kriegsfolgen leidende Land als Demokratie aufzubauen.

"Das afghanische Volk ist dafür dankbar", sagte Karzai. EU- Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner ergänzte: "Wir wollen ein wichtiger Partner der neuen Regierung bleiben."

Seit dem Fall des Taliban-Regimes Ende 2001 kommt knapp ein Drittel der international zugesagten Hilfe in Höhe von 12,5 Milliarden US-Dollar (10,7 Mrd Euro) von der EU. Zudem stellen zahlreiche EU-Staaten Truppen für die von der NATO geführte internationale Friedenstruppe ISAF.

Weitere Anschläge zu erwarten

Karzai rechnet auch weiterhin mit Terroranschlägen in seinem Land. Zwei Tage nach dem Angriff auf ein deutsches Bundeswehr-Fahrzeug sagte Karzai am Mittwoch in Straßburg, Afghanistan habe bei der Herstellung von Frieden und Stabilität große Fortschritte gemacht. "Aber wir werden auch weiterhin unter isolierten Terroranschlägen leiden." Bei dem von den Taliban verübten Anschlag war am Montag in Kabul ein Bundeswehr-Soldat getötet worden. (APA/AP/dpa)

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