Dänemark: Sozialdemokraten Gewinner der Kommunalwahlen

18. November 2005, 14:00
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Stellen künftig die Bürgermeister in drei der vier größten Städte - Gebietsreform zahlte sich für Regierung nicht aus

Kopenhagen - Die Sozialdemokraten sind die Gewinner der dänischen Regional- und Kommunalwahlen vom Dienstag. Sie eroberten in drei der vier größten Städte des Landes die Bürgermeistersessel. In Kopenhagen siegte mit großem Vorsprung die ehemalige EU-Umweltkommissarin Ritt Bjerregaard, die damit als erste Frau überhaupt Oberbürgermeister in der dänischen Hauptstadt wird.

Auch in Aarhus und Aalborg siegten jeweils die sozialdemokratischen Kandidaten. Lediglich in der drittgrößten Stadt Dänemarks, Odense, musste sich Bürgermeister Anker Boye seinem konservativen Namensvetter Jan Boye geschlagen geben.

Laut vorläufigen Ergebnissen dürften die im Parlament in der Opposition sitzenden Sozialdemokraten landesweit die meisten Bürgermeister stellen. Auch bei den Regionalvertretern lagen sozialdemokratischen Kandidaten vorne. Die Sozialdemokraten konnten ihre bisherige Pole-Position auf regionaler und kommunaler Ebene von 32,6 Prozent der stimmen im Jahr 2001 auf diesmal 34,3 Prozent ausbauen.

Das bedeutet, dass die von der Mitte-Rechts-Regierung von Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen durchgeführte Gebietsreform den beiden regierenden Parteien "Venstre" und "Höyre" unmittelbar keinen Vorteil gebracht hat. Die Zahl der selbstständigen Gemeinden verringert sich durch die Reform von 271 auf 98. Die Reform tritt mit Jahresbeginn in Kraft. (APA)

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