Dank Ballack brodelt Gerüchteküche

17. November 2005, 17:01
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Deutscher Teamkapitän kann sich weiterhin ein Bleiben in München vorstellen: "Es wurde weder gezockt noch gepokert"

München - Michael Ballack hat sein Schweigen gebrochen, doch die Zukunft des Kapitäns der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beim FC Bayern München bleibt so ungewiss wie zuvor. Nach dem Rückzug des Vertragsangebots für den Mittelfeldstar ist beim deutschen Rekordmeister und Champions-League-Gruppengegner von Rapid die Zeit der wilden Spekulationen angebrochen.

Von Präsident Franz Beckenbauer bis Torwart Oliver Kahn: Alle werden nach ihrer Meinung gefragt. Und mögliche Nachfolger von Hamburgs Rafael van der Vaart bis Barcelonas Deco werden ins Spiel gebracht. Ballack selbst versucht derweil, der Diskussion über seinen möglichen Abschied aus Deutschland die Schärfe zu nehmen.

"Ich habe Bayern nie abgesagt"

Auch nach den deutlichen Worten aus der Bayern-Führungsriege um Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge kann sich Ballack ein Bleiben in München vorstellen: "Ich habe mich zum jetzigen Zeitpunkt einfach noch nicht entschieden. Ich habe Bayern nie abgesagt. Es ist jederzeit möglich, dass ich mich für den FC Bayern entscheide", sagte der 29-Jährige der Münchner Zeitung "tz".

Im Ausland kämen nur zwei Vereine in Frage, beteuerte der angeblich von Real Madrid, AC Milan und Manchester United umworbene Star. In England berichteten am Mittwoch mehrere Zeitungen von einem vermeintlichen Angebot von Manchester United mit einem Jahresgehalt von angeblich neun Millionen Euro.

"Es wurde weder gezockt noch gepokert"

Energisch wehrte sich Ballack gegen den Vorwurf, finanzielle Fragen in den Mittelpunkt zu stellen. "Es wurde weder gezockt noch gepokert. Ich habe auch nie gesagt, dass mir das Angebot zu niedrig ist", betonte er. Angeblich sollen die Münchner ihrem Mittelfeldstar 36 Millionen Euro für einen Vierjahres-Kontrakt bis 2010 geboten haben. Dieses Offert zogen sie aber am Montag wegen Ballacks Zögern zurück.

Erstaunlich versöhnliche Worte kamen aus der Bayern-Führungsriege. "Nein, die Tür bleibt offen. Wenn er morgen käme und sagt, dass er bleiben will - wunderbar", sagte Beckenbauer der "Bild"-Zeitung (Mittwoch-Ausgabe). "Es wird nicht leicht, einen gleichwertigen Nachfolger zu finden".(APA/dpa)

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    Es fröstelt in München.

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