Dorotheums-Ausblick auf Weihnachtsauktionen

16. November 2005, 14:17
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Vorbesichtigung ab 19. November - Waldmüller-Gemälde als Star

Wien - Hochkarätige Weihnachtsgeschenke von Gemälden bis zu Geschmeiden kann man im Wiener Dorotheum bei sechs kommenden Auktionen ersteigern. Den Anfang macht die hochkarätige "Silber"-Auktion am 28.11., gefolgt von der hochwertig bestückten "Klassische Moderne und Zeitgenössische Kunst"-Auktion am 29. 11. mit Highlights von Karel Appel bis Antoni Tapies.

Die Auktion "Ölgemälde des 19. Jahrhunderts" am 30. 11. bietet u.a. die "Wallfahrt" von Waldmüller. Weitere Termine: "Möbel und dekorative Kunst" (29.11.), "Jugendstil und Angewandte Kunst des 20. Jhdts" (1. 12.), und "Juwelen, Armband- und Taschenuhren"(2. 12.).

Silber und Möbel

Die Silber-Auktion glänzt vor allem mit einem vergoldeten Straßburger Hochzeitspokal von 1601 (15.000 bis 20.000 Euro). Aus dem Empire stammen vier italienische Tafelaufsätzen von 1815/20. Vier Pan-Figuren tragen dabei mit erhobenen Händen in Silber gefasste violettblaue Glasschalen (8.000 bis 12.000 Euro). Tags darauf kommen Möbel von der Renaissance bis Art Deco unter den Hammer, etwa aus dem Wiener Biedermeier stammende Sitzmöbel mit blauem Bezug von Friedrich Stöger (1797 - 1870) zum Schätzwert von 10.000 bis 12.000 Euro. Toplos der Auktion ist der Biedermeier-Sekretär in Form einer Lyra (40.000 bis 60.000 Euro).

Am gleichen Tag zu späterer Stunde (17 Uhr) beginnt die große "Klassische Moderne"-Auktion, die wieder mit einem internationalen Top-Angebot aufwarten kann. Dazu gehört etwa aus österreichischer Sicht ein Spitzenwerk von Maria Lassnig, "Die Falknerin" von 1979 (130.000 bis 180.000 Euro). Ein "klassisch Moderner" par excellence ist Egon Schiele, der diesmal u.a. mit einer Kohlezeichnung von 1918 vertreten ist, einem Mädchenakt mit gespreizten Beinen (70.000 bis 110.000 Euro). Untypisch mutet ein Bild von Otto Dix an: "Waldrand mit Buche" von 1935. Es erinnert in seiner Technik und Suggestivität an die Landschaftsmalerei der Alten Meister (Schätzpreis auf Anfrage).

Ölbilder als Stars

Auch Italien ist vertreten durch das Ölbild "Composizione" von Alberto Burri von 1950 (Schätzpreis auf Anfrage). Von Mario Schifano stammt "New York City '65 l'inverno attraverso il museo" von 1965, ein großformatiges Werk in Mischtechnik mit Emailmalerei auf Leinwand (140.000 bis 180.000 Euro). Großflächig ist auch "Brown and Grey" des Katalanen Antoni Tapies von 1957 (100.000 bis 120.000 Euro). Witzig ist eine Skulptur aus roten Autos von Arman (Armand Fernandez), "Rampante No 1" (12.000 bis 15.000 Euro).

Das absolute Highlight der "Ölgemälde"-Auktion verspricht ein Meisterwerk von Ferdinand Georg Waldmüller zu werden. 1853 entstand das Vielfigurenstück "Die Wallfahrt (Die Hilfeleistung)". Weitere Lose sind von Rudolf von Alt, Franz von Defregger, Hans Makart oder Adolf Eberle. Die "Jugenstil"-Auktion wartet u.a. mit einer von 1900 stammenden, blauen Gallé-Vase mit Schmetterlingen auf (25.000 bis 30.000 Euro). Außerdem gibt es einen klassischen Rundtisch von Adolf Loos, 1915 entworfen für das Haus Duschitz in Wien (25.000 bis 30.000 Euro).

Eine IWC Schaffhausen "Grande Complication" Herrenarmbanduhr aus Platin von 1992 ist das Spitzenstück der "Juwelen-Auktion" (130.000 bis 180.000 Euro). Irgendeine glückliche Dame darf sich vielleicht auf einen Platin-Ring der 30er Jahre mit Altschliffbrillant unter dem Weihnachtsbaum freuen (14.000 bis 24.000 Euro). (APA)

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