Raiffeisen als erste West-Bank in Sibirien

29. November 2005, 14:17
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Raiffeisen-International-Chef Herbert Stepic hat neuerlich einen Pionier-Schritt gesetzt und eine Filiale in Nowosibirsk eröffnet

Wien/Nowosibirsk - Raiffeisen-International-Chef Herbert Stepic hat neuerlich einen Pionier-Schritt gesetzt: Raiffeisen ist ab sofort auch die erste westliche Bank in Sibirien. Eine Filiale in Nowosibirsk ist eröffnet. In der zuletzt stark expandierenden Russland-Tochter steht eine Welle von Filialgründungen bevor.

Die Raiffeisenbank ist seit 1996 in Russland tätig und ist nach Bilanzsumme zum Halbjahr 2005 die zehntgrößte Bank des Landes. Bei Privatkundenkrediten liegt sie nach Eigenangaben und internationalen Branchenrankings auf Platz vier. Bei Hypothekarkrediten belegt sie den 3. Rang und bei Autofinanzierungen lag sie Ende des Vorjahres sogar an führender Stelle.

Erste Universalbank mit Präsenz in Sibirien

Die ZAO Raiffeisenbank Austria, Moskau, die russische Tochtergesellschaft der zum RZB-Konzern zählenden Raiffeisen International Bank-Holding AG (Raiffeisen International) ist damit die erste westliche Universalbank mit einer Filialpräsenz in Sibirien, so die Raiffeisen International am Mittwoch in einer Pressemitteilung. Schon bisher betreue man etliche Kommerzkunden in der Region. Mit der neuen Filiale soll auch das Geschäft mit kleineren und mittleren Betrieben und Privatkunden forciert werden. Hier sieht Michel Pehirin, Vorsitzender des Vorstandes der russischen Raiffeisenbank, "enormes Potenzial".

Nowosibirsk ist mit knapp 1,5 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Russlands. Die Stadt ist eines der wichtigsten Industrie-, Handels- und Wissenschaftszentren des Landes. Innerhalb der letzten 5 Jahre hat sich das durchschnittliche Einkommen in dieser Region fast verdoppelt. Daraus leitet Raiffeisen einen Nachfrageboom für Bankprodukte ab.

Provinzstädte ansteuern

Die russische Raiffeisenbanktochter hat vor, neben den beiden Metropolen Moskau und St. Petersburg auch in die großen Provinzstädte zu expandieren. Innerhalb der nächsten zwölf Monate plant die Raiffeisenbank wie berichtet die Eröffnung von mehr als 20 neuen Filialen.

Zur Zeit betreibt die Raiffeisenbank 13 Filialen in Moskau und drei Filialen in Sankt Petersburg, sowie Regionalfilialen in Jekaterinenburg, Samara und nun in Nowosibirsk. 2006 sollen Niederlassungen unter anderem in Nischnij Nowgorod, Krasnojarsk, Perm und Tscheljabinsk entstehen.

Die Raiffeisenbank Austria mit Sitz in Moskau betreute per Ende September 2005 mehr als 200.000 Retailkunden mit einem Einlagevolumen von insgesamt mehr als 1 Mrd. Dollar. (APA)

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    Die russische Raiffeisenbanktochter hat Raiffeisen-International-Chef Herbert Stepic vor, neben den beiden Metropolen Moskau und St. Petersburg auch in die großen Provinzstädte zu expandieren.

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