"Importierter" Feinstaub belastet das Burgenland

29. November 2005, 13:26
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Burgenland nur für 2,5 Prozent Feinstaubkonzentration selbst verantwortlich

Eisenstadt - Das Burgenland befinde sich im Zusammenhang mit der Feinstaubbelastung in einer Sondersituation, stellte die Umweltreferentin Verena Dunst am Mittwoch, bei einer Pressekonferenz fest. Auf Grund der exponierten Randlage sei das Land nur für 2,5 Prozent der Feinstaubkonzentration selbst verantwortlich. Sie präsentierte Maßnahmen und kritisierte erneut die Novelle des Immissionsschutzgesetzes für Luft.

Die so genannte Hintergrundbelastung, die in den angrenzenden Nachbarstaaten produziert wird, sei besonders problematisch: "Etwas vereinfacht dargestellt bedeutet das, dass in einem Umkreis von 100 Kilometer etwa 40.000 Tonnen Feinstaub pro Jahr emittiert werden. Auf das Burgenland selbst entfallen davon rund 1.000 Tonnen." Dunst möchte sich deshalb bei der nächsten Konferenz der Landesumweltreferenten am 24. und 25. November, bei der sie den Vorsitz innehaben wird, für eine gemeinsam koordinierte Vorgangsweise in Österreich einsetzen.

In Eisenstadt sei der Feinstaub-Grenzwert laut Experte Franz Bauer in diesem Jahr bereits zwölf Mal überschritten worden, in Kittsee einmal. Er wies darauf hin, dass Dieselpartikel-Filter bei Pkw zwar "gut und wichtig sind", sie aber das Problem nur bedingt lösen. "Das, was uns am meisten weh tut, kommt aus Wien, Schwechat und den Kraftwerken in Südosteuropa", so Bauer.

Die Landesrätin nannte eine Reihe von Maßnahmen, die die Situation verbessern können. So sei beispielsweise im Burgenland bereits eine Informationsoffensive durchgeführt worden und die Energieberatung weist verstärkt auf den Einsatz schadstoffarmer Energie hin. Heizkesseltausch und die Förderungen von Solaranlagen sollen ebenfalls ihren Beitrag leisten.(APA)

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